Alien Autopsy - Das All zu Gast bei Freunden – Kritik

Zwei Stars des britischen Fernsehens nehmen sich der Verschwörungstheorie um eine angebliche UFO-Landung in New Mexiko an. Allzu viel fällt ihnen leider nicht dazu ein.

Alien Autopsy - Das All zu Gast bei Freunden

Roswell und kein Ende. Seit der Verwirrung um eine angebliche UFO-Landung 1947 stellt die Verschwörungstheorie um die Ereignisse in New Mexiko eine der beliebtesten und ergiebigsten Urban Legends dar. 1995 erregte ein TV-Special des amerikanischen Senders FOX Aufsehen. Unter dem Titel Alien Autopsy wurden einige verwackelte Bilder präsentiert, die eben eine solche Operation an einer außerirdischen Lebensform darstellen sollten. Dieser recht amateurhaft zusammengebastelte „Skandal“ dient nun als Ausgangspunkt einer britischen Komödie.

Der geborene Loser Ray Santilli (Declan Donnelly) hält sich mit dem Verkauf illegaler Videokopien über Wasser, seinem Kumpel Gary Shoefield (Anthony McPartlin) geht es auch nicht viel besser: Sein Traum von der großen Karriere als Anwalt will einfach nicht in Erfüllung gehen. Als den beiden zufällig scheinbar authentisches Filmmaterial einer – Überraschung – Alien-Autopsie in die Hände fällt, scheint ihr Leben eine entscheidende Wendung zu nehmen. Leider müssen sie feststellen, dass altes Filmmaterial nicht allzu haltbar ist. Um ihre Weltsensation zu retten, machen sie sich daran, im heimischen Wohnzimmer die außerirdische Episode nachzubasteln.

Alien Autopsy - Das All zu Gast bei Freunden

Sowohl die beiden Hauptdarsteller als auch der Regisseur Jonny Campbell entstammen der produktiven britischen Fernsehlandschaft. Declan Donnelly und Anthony McPartlin präsentieren gemeinsam als „Ant and Dec“ seit Jahren verschiedene Comedyshows, Campbell arbeitete an vielen beliebten Serien, unter anderem Spooks (seit 2002). Alien Autopsy - Das All zu Gast bei Freunden ist seine erste Kinoarbeit.

Die britischen Fernsehkomödien, genannt Britcoms, sind immer dann am stärksten, wenn sie sich auf ein eng begrenztes Setting beschränken und dessen komische Möglichkeiten bis zum Äußersten ausschöpfen. Alien Autopsys Höhepunkt, der hektische Alien-Dreh zwischen Tür und Angel, mit viel Kunstblut und trashigen Pseudowissenschaftlern, gehorcht dieser Regel und funktioniert deshalb auch ausgezeichnet.

Diese 20 Minuten hätten eine wunderbare Sitcom-Folge abgegeben. Der Spielfilm, den Campbell um dieses dramaturgische Herzstück herum bastelt, ist dagegen zwar solide inszeniert aber insgesamt wenig originell und vor allem weitgehend humorfrei, worüber dynamische Videoclip-Montagen ebenso wenig hinweg täuschen können wie ein gut aufgelegter Götz Otto als psychopatischer Millionär Lazlo Voros.

 

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