45 Minuten bis Ramallah

Noch keine Filmkritik vorhanden.

Trailer zu „45 Minuten bis Ramallah“


Trailer ansehen (1)

Kommentare


Martin Zopick

Diese Komödie ist schrill, schräg und abgefahren. Dabei geht es neben dem üblichen Gegensatz Israelis – Palästinenser auch um die Toleranzgrenze der religiösen Fundamentalisten. Denn wenn zwei Brüder (Navid Akhavan und Karim Saleh) die Leiche ihres Vaters von Jerusalem nach Ramallah bringen müssen, wird das eine recht turbulente Odyssee der besonderen Art: es kommt zu Schusswechseln, eine schöne Frau (Julie Engelbrecht) taucht auf, küsst und klaut, Freiheitskämpfer jeglicher Art und Autodiebe bieten Optionen an. Manchmal ist die Komik etwas überdreht und geht in Richtung Klamauk. Meistens jedoch gelingt es durch den Gegensatz zwischen Wort (Off-Kommentar) und Bild gute Jokes und Gags zu präsentieren, denn das eine beschreibt die Situation, wie sie sein sollte, das andere wie sie wirklich ist. Daneben gibt es natürlich auch noch eine Liebesgeschichte und ein nicht ganz ernst zu nehmendes Erschießungskommando. Denn da sind schon zu viele Lachsalven abgefeuert worden.
Es ist wie immer das lobenswerte Anliegen des Regisseurs Ali Samadi Ahadi, dessen melodisch swingender Name wie ein Lied aus dem Nahen Osten klingt, durch Karikierung und Übertreibung die trennenden Gräben zuzuschütten. Dabei ist das Bindemittel die Komik.






Kommentare der Nutzer geben nur deren Meinung wieder. Durch das Schreiben eines Kommentars stimmen sie unseren Regeln zu.