17 Again

Noch einmal 17 sein: Mike O’Donnell geht als sein jüngeres Ich auf einmal mit seinen Kindern in die Schule. 17 Again werden viele Menschen schon allein wegen Zac Efrons unbekleidetem Oberkörper sehen wollen.

17 Again

Das Leben von Mike O’Donnell (Matthew Perry) hat ganz andere Wendungen genommen, als er dachte. Mit Ende 30 will seine Frau Scarlet (Leslie Mann) sich von ihm scheiden lassen, und für seine Kinder wäre er der Letzte, dem sie sich anvertrauen würden. Seit dem letzten Spiel mit der Basketballmannschaft seiner Highschool – damals war er der umfeierte Star – scheint alles schiefgegangen zu sein. Man müsste das noch einmal wiederholen können, findet Mike, und sieht sich unversehens zurückverwandelt in sein 17-jähriges Ich, aber mitten in der Gegenwart.

Solche Körpertauschgeschichten sind natürlich klassisches Komödienmaterial, grundpeinliche bis sehr komische Missverständnisse und Anpassungsprobleme erwarten die Protagonisten da an jeder Ecke, wenn Erwachsene in die Körper von Jugendlichen oder Kindern schlüpfen, wie etwa beim Mutter-Tochter-Tausch in den zwei Freaky-Friday-Filmen von 1976 und 2003, oder vice versa, wie in 30 über Nacht (13 going on 30, 2004).

17 Again

17 Again, der mit Teenie-Schwarm Zac Efron aus den Disney-Familienfilmen Highschool Musical 1-3 (2006-2008) als Mikes jüngerem Ich seine jugendliche Zielgruppe klar in den Blick zu nehmen scheint, nutzt die Möglichkeiten zur Situationskomik allerdings in zurückhaltender Dosierung. Stattdessen interessiert sich das Drehbuch – in dieser Hinsicht deutlich näher an Coppolas allerdings ungleich komplexerem Peggy Sue hat geheiratet (Peggy Sue Got Married, 1986) als am Slapstick orientiert – eher dafür, Mike erwachsener werden zu lassen.

Denn um seinem Leben eine neue Richtung zu geben, schreibt Mike sich mit der Hilfe seines besten Freundes Ned (Thomas Lennon), dessen Liebesleben eine ausführliche und angemessen bizarre Nebenhandlung gewidmet ist, wieder an seiner alten Highschool ein – als Klassenkamerad seiner eigenen Kinder.

17 Again

Obwohl 17 Again natürlich vor allem eine leichte Komödie und keine feinsinnige Charakterstudie ist – nicht zuletzt ist die Entwicklung von Mikes Persönlichkeit kaum überzeugend – ist der Film doch in vielen Momenten überraschend subtil. Am wenigsten lebendig scheint allerdings die Hauptfigur zu sein – Matthew Perry füllt zwar die Rolle des liebenswerten, vom Leben abgehängten Losers mit Augenringen und 08/15-Auto in den Anfangsszenen problemlos aus, das gelingt ihm aber vor allem deshalb so mühelos, weil es die Rolle ist, die er fast immer spielt.

Zac Efron spielt den 30-Jährigen im jungen Körper überzeugend, er kann unbestreitbar mehr als nur zu tanzen, zu singen und hübsch auszusehen, fügt der Rolle aber leider nichts an Glaubwürdigkeit oder Komplexität hinzu. Dass das Drehbuch Mike dann ganz unironisch das Hohelied der Enthaltsamkeit bis zur Ehe in den Mund legt, obwohl er selbst sein erstes Kind noch in der Highschool gezeugt hat, lässt ihn noch verklemmter wirken, als nötig wäre. Ein wenig mehr jugendliche Lebensfreude hätte da durchaus noch sein dürfen.

Trailer zu „17 Again“


Trailer ansehen (1)

Kommentare

Es gibt bisher noch keine Kommentare.






Kommentare der Nutzer geben nur deren Meinung wieder. Durch das Schreiben eines Kommentars stimmen sie unseren Regeln zu.