Cannes 2017

The Villainess

Fantasy Filmfest: Jung Byung-gils inszeniert die Liebe so virtuos wie die Gewalt. Genießbar ist diese Virtuosität aber nur, wo sie blutig wird. Filmkritik 

Brigsby Bear

Analog-Nostalgie und eine Kinderserie als Religion: In Dave McCarys Debütfilm erwartet ein junger Mann nichts sehnlicher als das nächste Abenteuer eines Bären im Weltraum – auch wenn er es zur Not selbst inszenieren muss. Filmkritik 

A Man of Integrity

Wroclaw Film Festival: Ein Ehepaar kämpft inmitten von hoffnungsloser Korruption um Gerechtigkeit. Der neue Film des einst inhaftierten iranischen Regisseurs Mohammad Rasoulof ist ein Frontalangriff gegen das System. Filmkritik 

How to Talk to Girls at Parties

Karlovy Vary 2017: Petting mit einem Alien: In How to Talk to Girls at Parties entdecken junge Punks ihre Sexualität im überirdischen Liebesspiel, können die eigene Subkultur aber auch nicht lebendiger machen als eine Spotify-Playlist. Filmkritik 

The Florida Project

Bewegung ohne Ziel, Film ohne Gegenstand: Sean Baker spürt im Schatten von Disneyland kindlichen Energien und solidarischen Verkettungen nach. Und Willem Dafoe räumt hinterher. Filmkritik 

Ava

Flirts am Strand und finstere Nächte. Ava von Léa Mysius dürfte der schönste Film der diesjährigen Filmfestspiele in Cannes gewesen sein. Filmkritik 

Carne y Arena

Wo bin ich, und wenn ja, mit wem? Alejandro González Iñárritus Virtual-Reality-Projekt über Geflüchtete an der US-Grenze zu Mexiko findet nicht ganz zu der Subjektivität, nach der er sucht. Filmkritik 

You Were Never Really Here

Ein der Welt überdrüssiger Killerkörper schleppt sich ein letztes Mal durchs Bild und räumt auf. Der Wettbewerb von Cannes endet mit einem müden, unfertigen Film. Und seinem vielleicht besten. Filmkritik