Cannes 2017: Wettbewerb

You Were Never Really Here

Ein der Welt überdrüssiger Killerkörper schleppt sich ein letztes Mal durchs Bild und räumt auf. Der Wettbewerb von Cannes endet mit einem müden, unfertigen Film. Und seinem vielleicht besten. Filmkritik 

Aus dem Nichts

Lieber von allem nur ein bisschen, aber Hauptsache viel. Fatih Akin empfiehlt sich in Cannes für den Filmmittwoch im Ersten. Filmkritik 

L'amant double

Das Auge und die Vagina: François Ozon glaubt an die Kunst der Penetration und die Wahrheit der visuellen Wahrnehmung. Seine Lust aber richtet sich auf etwas Drittes. Filmkritik 

Good Time

Hundemüde, aufgekratzt, reizbar – Robert Pattinson. Die Brüder Josh und Bennie Safdie haben einen sehr körperlichen New York-Film gedreht.  Filmkritik 

Die Sanfte

Einfach mal nichts sagen und sich treiben lassen, in den Abgrund, vors Schloss von Kafka, durch die sibirischen Straßen von Marx und Hegel bis zum Jüngsten Gericht. Sergei Loznitsa geht aufs Ganze. Filmkritik 

Die Verführten

Endlich mal wieder richtig rausputzen: Ein verletzter feindlicher Soldat bringt in Sofia Coppolas neuem Film die sexuell ausgehungerten Bewohnerinnen einer Mädchenschule gegeneinander auf. Filmkritik 

Auguste Rodin

So kann man auch scheitern: Jacques Doillon dreht ein antiklimaktisches Biopic über einen Bildhauer, der sich abmüht, der wahren Gestalt seiner Modelle nahe zu kommen. Filmkritik 

The Day After

Gefühlte Realität: In Hong Sang-soos zweitem Film auf dem Festival von Cannes beobachtet eine gläubige junge Frau ungläubig den emotionalen Schlamassel ihres Arbeitgebers für einen Tag. Der eigentliche Beobachtungsspezialist Hong wagt sich dagegen mal ins Innere einer Figur. Filmkritik 

Radiance

Naomi Kawase lässt zwei Menschen aufeinandertreffen, deren Traumata sich ergänzen. Die eigentliche Liebesgeschichte beginnt aber erst, wenn der Film schon fast vorbei ist. Filmkritik 

Happy End

Login fehlgeschlagen: Michael Haneke knackt den Code einer eher schrecklichen als netten Familie.   Filmkritik