Tote Frauen - unabhängiges Kino

Es klingt ein wenig morbide, einen Dead Girl betitelten Film mit Brittany Murphy vorzustellen, doch es gibt einen guten Grund: Die Arthaus Collection American Independent Cinema.

Dead Girl

Dead Girl ist beispielhaft für funktionierendes amerikanisches Autorinnenkino. Hier stehen die Figuren im Vordergrund, getragen von bewährten und gut besetzten Charakterdarstellern. Der Film entzieht sich allzu deutlichen Genremustern und Erzählkonventionen, arrangiert sein Porträt einer Verstorbenen als Episodenstück. In jedem Abschnitt wird ein Paar in Beziehung stehender Figuren fokussiert, am Ende ergibt sich ein Panoptikum. Die Entscheidung, in der letzten Episode das Dead Girl selbst ins Zentrum zu rücken ist mutig, und obwohl es sich um die vielleicht schwächste Episode handelt, tut sie dem Gesamteindruck keinen Abbruch.

In der sehr heterogenen, aber insgesamt gut bestückten Collection sind unter anderem Klassiker wie Leaving Las Vegas (1995) und Magnolia (1999), aber auch wunderbare jüngere Filme wie Half Nelson und Stadt der Blinden (Blindness, 2008) enthalten, die, ähnlich Dead Girl, im Kino nur klein oder gar nicht liefen, enthalten.

Arthaus Collection American Independent Cinema
DVD-Verkauf ab: 01.04.2010

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