The Stepfather

Lost-Fans ist Terry O’Quinn ein Begriff. Außerhalb des Fernsehens hat der Schauspieler in den vergangenen 20 Jahren kaum noch auf sich aufmerksam gemacht. Kultstatus errungen hat er mit der Rolle eines Serienmörders. The Stepfather ist ein absolutes 80er Jahre Phänomen.

The Stepfather

Jeder Filminteressierte hat irgendwann einmal von diesem Streifen gehört, das Plakat gesehen, die Videohülle in Händen gehalten oder eine der TV-Ausstrahlungen wahrgenommen. Der Horrorthriller hat nicht nur zwei Fortsetzungen nach sich gezogen, sondern erst kürzlich auch noch ein Remake. Wer The Stepfather heute schaut, muss sich verwundert ob dieses Kultstatus zeigen. Regisseur Joseph Ruben, der ein sehr durchwachsenes Oeuvre vorzuweisen hat und zuletzt 2004 mit The Forgotten im Kino vertreten war, setzt kaum auf explizite Schauwerte, sondern verlässt sich durchgängig auf das sehr slicke Drehbuch von Bestsellerautor Donald E. Westlake. Die Detektivgeschichte – sowohl die Adoptivtochter des Serienmörders, als auch der Bruder eines Opfers recherchieren – hält dabei sehr plumpe und altbackene Momente parat. Alles fügt sich ganz nahtlos und vorhersehbar ineinander, sodass Horror und Thrill gleichzeitig ausbleiben. So kann man den seinerzeit als eine Art Schocker gehandelten The Stepfather heute nur noch als sehr gediegenen Einstieg für Jugendliche in das Genre verstehen. Oder aber als Zeitmaschine, die einem vergegenwärtigt, wie weite Teile des amerikanischen Kinos in den 80ern ausgesehen haben – und warum man sie getrost vergessen kann.

The Stepfather (USA 1987)
Epix Media
DVD-Verkauf ab: 08.01.2010

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