The Code

„I was born to steal shit“, behauptet Morgan Freeman als Keith Ripley. Über sich selbst müsste der Schauspieler eigentlich sagen: „I was born to play good guys.“

The Code

Ob Miss Daisy und ihr Chauffeur (Driving Miss Daisy, 1989), Sieben (Se7en, 1995), Million Dollar Baby (2004) oder jüngst Invictus – Unbezwungen (2009) – Freeman glänzt stets besonders in der Rolle der Rechtschaffenen. Seine zwielichtigen Parts sind schneller in Vergessenheit geraten. So wird es auch mit Ripley sein – und dem gesamten Film.

Freemans Ripley wird als skrupelloser Killer eingeführt, doch schnell realisiert der Zuschauer, dass Regisseurin Mimi Leder mit Netz und doppeltem Boden arbeitet. Der Twist ist ihr liebster Freund. Mit Freeman hatte sie bereits 1998, bei ihrem bislang größten kommerziellen Erfolg, dem Weltuntergangsdrama Deep Impact, zusammengearbeitet. Seither hat sie an inszenatorischem Feinsinn leider nicht dazugewonnen. Einer Discosequenz, die erotischer Trigger zwischen Ripleys Kompagnon Gabriel Martin (Antonio Banderas) und der undurchsichtigen Alex (Radha Mitchell) sein soll, kann sie ebenso wenig abgewinnen wie den vielen anderen Locations. Erst ganz am Ende, beim Einbruch, entwickelt der Film etwas Dynamik. Zu spät.

The Code (Thick as Thieves, USA 2009)

Ascot Elite
DVD-Verleih ab: 08.02.2010
DVD-Verkauf ab: 18.03.2010

Kommentare zu „The Code“


Gerry

Hat mir gut gefallen, ist aber recht durchsichtig und man erahnt das Ende schon nach 20 Minuten.






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