Outrage

Wenn Chaos die Ordnung durchbricht.

Outrage DVD-Cover

Im Rahmen einer Beerdigung treffen sich die verschiedenen Yakuza-Clans. Die Kamera fährt bedächtig die Riege von Fahrern und Unterbossen entlang, die im Fuhrpark warten, während innen die Ranghöchsten kommunizieren.

Wenig später fängt eine wunderbare lange Einstellung aus der Kran-Aufsicht die schwarzen Limousinen auf ihrem Rückweg ein. Sie sind nicht nur geordnet, an ihrer Reihenfolge lässt sich auch genau ablesen, wer wann die Zeremonie verlassen hat.
So weit, so klar. Doch es handelt sich um den Beginn eines Intrigenspiels, das bald alle scheinbar klaren Verhältnisse in Frage stellt und an dessen Ende kaum jemand überlebt haben wird.

In seiner Ausgangskonstellation erinnert Outrage durchaus an die Samurai-Filme Kurosawas. Clans bekämpfen sich, Verräter wechseln die Seiten, die Zahl der Opfer steigt.
Doch wie schon zehn Jahre zuvor in Brother, will es Kitano – im Gegensatz zu seinen frühen Meisterwerken und in Zatoichi – Der blinde Samurai (2003) – nicht gelingen, das Genre zu erweitern oder zu transzendieren.
Eine Fortsetzung ist dennoch schon geplant.

Weiter zur Filmkritik von Outrage.

Outrage (Autoreiji, Japan 2010)
Capelight
DVD-Verleih ab: 03.08.2011
DVD-Verkauf ab: 26.08.2011

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