Connected

Üblicherweise dreht Hollywood Remakes von Filmen aus anderen Kontinenten. Eine Zeit lang gab es da eine Vorliebe für französische Komödien, dann entlehnte man Actionstoffe aus Hongkong (Bangkok Dangerous, 2008, ist ein Ausläufer dieser Phase), seit einigen Jahren steht der J-Horror im Zentrum dieser Tendenz.
Dass Hongkong nun dazu übergeht, selbst amerikanische Stoffe zu adaptieren, kann man als Demokratisierungsprozess empfinden, andererseits aber genauso als Indiz für die Krise der einstmaligen Action-Virtuosen.

Connected

Benny Chans Connected ist ein recht getreues Remake von Final Call (Cellular, 2004). Chans Variationen konzentrieren sich vor allem auf zwei Aspekte: seine Geschichte ist in warme Pastelltöne gehalten, selbst als die Protagonistin entführt und in einen Schuppen geworfen wird, wird dieser durch gleißende durch die Ritzen dringende Sonnenstrahlen illuminiert. Darüber hinaus wird der dramatische Stoff immer wieder mit komödiantischen Elementen durchbrochen.
Das offensichtlich amerikanische Kalkül hinter der Geschichte steuert geradlinig auf eine Familienzusammenführung hin, an der Steven Spielberg seine helle Freude hätte. So nimmt Chan diesem Film allerdings, was gute asiatische Genrekost ausmacht: Die Ungewissheit.

Connected (Hongkong 2008)
Koch Media
DVD-Verkauf ab: 15.01.2010

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