Clean, Shaven

Der gar nicht so nette Schizo von nebenan.

Clean  Shaven 01

Seinen Verleih „Bildstörung“ zu nennen ist ebenso smart wie vielversprechend. Seit zwei Jahren bringt die Firma regelmäßig kontroverse Filme heraus. In der Reihe „Drop Out“ erscheint nun mit der Nummer 11 Lodge Kerrigans Clean, Shaven (1993) und macht Bildstörung alle Ehre.

Wer dieser Wochen die NBA-Finals im fernen Miami und Dallas verfolgt hat, kann sich einer Beobachtung nicht erwehren: Die Generation Wade-James-Nowitzki ist endgültig im medialen Exzess angekommen. In die Stadionkatakomben laufen sie ein, vor der Außenwelt geschützt durch ihre iPhones mit Megakopfhörern. Sie lenken sich ab mit der Playstation, ihre Twitterbeiträge und sozialen Vernetzungen produzieren Schlagzeilen. Gerne inszenieren sie vor der Kamera ihre eigenen Filmchen und Sketche. Vor allem: Kaum ist ein Pfiff auf dem Feld erklungen, gilt ihr Blick dem Videowürfel. Die Leinwand, die die Welt bedeutet. Jene Generation ist abgehärtet, was Medien, was Bilder angeht.

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