Centurion

Mit 300 (2007) hat der stumpfe reaktionäre B-Movie-Historienkriegsfilm sein ebenso stumpfes männliches Proletarier-Publikum wiedergefunden. Centurion versucht, es nachhaltig zu befriedigen.

Centurion DVD Cover

„Ich hab der Schlampe nie getraut.“ Oder: „Wir waren 3000, jetzt sind wir 3“.
Centurion verhehlt nie, was er ist: Chauvinistisches, gehirnzellenausblendendes Simpelkino. Zu Beginn der 80er Jahre gab es etliche solcher Filme, Reminiszenten des Söldnerfilms, Quasi-Vietnamprodukte, Reagankino und/oder einfach recht frühe Versuche, jenseits des italienischen Sandalenfilms ein Fantasykino zumindest herrensalonfähig zu machen.
Heute wirkt das alles äußerst antiquiert und die einzige Frage, die Centurion aufwirft, lautet: Wie hat sich Michael Fassbender, seit Hunger (2008) und Fish Tank (2009) die Schauspielerhoffnung schlechthin, in diesen Streifen verlaufen? Die mögliche Antwort klingt passend banal: Genauso wie Co-Star Dominic West agierte er bereits im Original 300.
Dem Film und seinen Machern Radikalität zu unterstellen, wäre ein Euphemismus, aber zumindest als Antithese des wirklich radikalen, wenn auch letztlich ebenso wenig zufriedenstellenden Walhalla Rising (2009) ließe sich Centurion im Double-Feature fruchtbar machen.

Centurion (Großbritanien 2010)
Constantin
DVD-Verleih ab: 16.09.2010
DVD-Verkauf ab: 30.09.2010

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