A Perfect Getaway

„Come on, nothing bad ever happens in Hawaii” heißt es früh in A Perfect Getaway. Man muss kein Genrekenner sein und auch keinen dreistelligen IQ besitzen, um zu wissen, dass sich die Person irrt.

A Perfect Getaway

Ein Blick auf das deutsche DVD-Cover genügt: „6 Fremde 2 Mörder“ heißt es da. Ein klassisches Whodunnit also. Nur, dass die Auswahl nicht so groß ist – eines von drei Paaren wird es sein. Da sich zwei von ihnen äußerst verdächtig verhalten, liegt die Lösung recht schnell auf der Hand.

Regisseur David Twohy hat Türsteher Vin Diesel mit Pitch Black (2000) einst zum Durchbruch als Kinostart verholfen (zumindest bedingt, Diesel hatte die Rolle zuvor bereits in einer TV-Version übernommen). Später drehten sie gemeinsam noch eine Fortsetzung (Riddick - Chroniken eines Kriegers, The Riddick Chronicles, 2004 - ein weiterer Teil ist in Planung). Twohy, das offenbart A Perfect Getway, hat kein technisches, sondern ein intellektuelles Problem. Er nutzt den Drehort für farbenprächtige Bilder, doch es bleiben Einzelbilder. A Perfect Getaway funktioniert wie ein Fotoalbum mit penetrant eingefügten Kommentaren, die niemand lesen möchte. Twohys Einstellungen sind fast immer prätentiös – er hat sich durchaus was dabei gedacht. Zum Beispiel, wenn ein Wagen den Parkplatz verlässt und unter dem Vorderreifen eine Zeitung sichtbar wird, die durch den Fahrtwind umgeblättert wird und eine leidlich schockierende Headline offenbart. Leider hat Twohy auch das Drehbuch beigesteuert. Da gibt es dann unvermeidliche Szenen wie das Suchen nach Handyempfang. Nie funktioniert das Ding, wenn man es braucht!

A Perfect Getaway (USA 2009)
Universum Film
DVD-Verkaufsstart: 15.01.2010

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