Ein Film von Felix von Boehm.
Vidéo: Délibération de la (Toute) Jeune Critique
de/von CannesCritique - 21-5-2010 - Catégories/Kategorien: Français, La Toute Jeune Critique en direct/Live von der Ganz Jungen Kritik, Vidéos/Videos
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Le prix OFAJ de la (Toute) Jeune Critique / Preis der (Ganz) jungen Kritik
de/von CannesCritique - 21-5-2010 - Catégories/Kategorien: Deutsch, Français, La Toute Jeune Critique en direct/Live von der Ganz Jungen Kritik
Le prix OFAJ de la (Toute) Jeune Critique est décerné au film Sound of noise de Ola Simonsson et Johannes Stjärne Nilsson
Dans le cadre de la 49ème Semaine de la Critique, section parallèle du Festival de Cannes, le prix OFAJ de la (Toute) Jeune Critique a été décerné au long métrage Sound of noise de Ola Simonsson et Johannes Stjärne Nilsson (Suède).
Le prix, qui fête cette année ses six ans d’existence, a été remis par un jeune jury composé de vingt-quatre élèves français et allemands, âgés de 16 à 18 ans. Parmi les Français figurent des jeunes de Rouen, Cannes, Saint-Pierre-du-Mont (Landes) et Saint Quentin (Aisne).
A l’issue d’un débat animé, les jeunes jurés ont choisi de récompenser le film « Sound of noise» de Ola Simonsson et Johannes Stjärne Nilsson. Selon eux, cette œuvre représente « un mélange des genres unique, entre film musical, thriller et comédie. Une action menée tambour battant qui ne laisse pas d’échappatoire et emporte le spectateur dès la première minute ».
L’Office franco-allemand pour la Jeunesse (OFAJ), en coopération avec la Semaine de la Critique, a invité ces élèves pour la durée du festival. Après une formation préalable au travail de critique par des professionnels, les jeunes participants ont, pendant une semaine, visionné les films en compétition de la Semaine de la Critique, échangé leurs points de vue, rencontré les réalisateurs et rédigé des critiques. Celles-ci ont été mises en ligne sur les blogs www.critic.de/cannesblog et www.arte.tv et, pour certaines, relayées dans la presse quotidienne régionale.
A travers ce prix, l’OFAJ, partenaire de la Semaine de la Critique pour la septième année consécutive, témoigne de son engagement en faveur du dialogue interculturel franco-allemand comme à travers les différentes initiatives lancées autour du cinéma, notamment lors du Festival International du Film de Berlin, du Festival du cinéma allemand de Paris et du Festival International du Film francophone de Tübingen-Stuttgart.
Deutsch-französische Jury vergibt Preis der (Ganz) jungen Kritik an den schwedischen Film Sound of noise von Ola Simonsson und Johannes Stjärne Nilsson
Nach sieben Tagen Spannung wurde bei der 49. Woche der Filmkritik (Semaine de la Critique), die parallel zu dem berühmten Filmfestival in Cannes stattfindet, der „DFJW-Preis der (Ganz) jungen Kritik“ verliehen. Gewinner ist der schwedische Film Sound of noise von Ola Simonsson und Johannes Stjärne Nilsson.
Der Preis wurde in diesem Jahr bereits zum siebten Mal von einer jungen deutsch-französischen Jury vergeben. Die Juroren setzten sich aus einer Gruppe von 24 Schülerinnen und Schüler im Alter von 16 bis 18 Jahren zusammen; unter den Deutschen jeweils drei Jugendliche aus Köln, Ludwigsburg, Frankfurt und Kiel.
Nach leidenschaftlichen Diskussionen entschied sich die Jury für den schwedischen Film „Sound of noise“ von Ola Simonsson und Johannes Stjärne Nilsson, den „eine originelle Mischung verschiedener Genres auszeichnet: Komödie, Thriller und insbesondere ein musikalisch-rhythmisch geprägter Film, der den Zuschauer von Anfang an in seinen Bann zieht und bis zum Ende nicht mehr loslässt“, so die Begründung der jungen Jury.
Die Schülerinnen und Schüler wurden vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) in Zusammenarbeit mit der „Semaine de la Critique“ zum Festival eingeladen. Zum Auftakt wurden sie von professionellen Filmkritikern in ihre Arbeit eingeführt. Rund eine Woche lang sahen sie sich die Wettbewerbsfilme der 49. Semaine de la Critique an, tauschten sich aus und verfassten anschließend eigene Filmkritiken. Diese wurden in den Blogs www.critic.de/cannesblog und www.arte.tv online gestellt, einige wurden zudem in regionalen Tageszeitungen veröffentlicht.
Durch den „Preis der (Ganz) jungen Kritik“, der bei der Woche der Filmkritik vergeben wird, unterstreicht das DFJW, ähnlich wie mit dem unabhängigen Jurypreis Dialogue en perspective bei der Berlinale, beim Festival des Deutschen Films in Paris oder auch den Französischen Filmtagen in Tübingen-Stuttgart, dass ihm der interkulturelle Dialog zwischen Deutschen und Franzosen am Herzen liegt.
arte-Video: „My Joy“ von Sergei Loznitsa
de/von CannesCritique - 20-5-2010 - Catégories/Kategorien: Deutsch, Vidéos/Videos
Weitere Informationen bei arte.tv.
Froh waren wir, und traurig
de/von Nino Klingler - 20-5-2010 - Catégories/Kategorien: Deutsch, La Toute Jeune Critique en direct/Live von der Ganz Jungen Kritik
Manchmal ist Trauer ja ein Zeichen für etwas Gutes. Vor allem, wenn es sich um die Trauer eines Abschieds handelt. Will man von irgendwo oder irgendwas gar nicht mehr weg, heißt das meistens, dass man sich sehr wohl gefühlt hat, dass etwas nicht vorbei sein soll.
Das Ende naht also für die Mitglieder der Ganz Jungen Kritik. Kurz vor den Zeremonien zur Ehrung des besten Textes und der Auszeichnung des besten Filmes der Semaine de la critique bietet es sich an, zurückzuschauen und Bilanz zu ziehen. Und so antworten die Schülerinnen aus Saint-Quentin und Cannes unisono auf die Frage, wie sie sich denn jetzt fühlten: „Triste…!“ Klar, zurück zur Schule wollen nur die Streber, aber da war noch mehr als nur Ablenkung vom Schultrott, das sie vermissen werden an ihrer Zeit als VIPs beim Festival de Cannes. Gerade für die Mädchen von dort ist es schön, endlich einmal Teil des Trubels zu sein, der alljährlich ihre Stadt heimsucht: „Das Festival ist so abgeschlossen von der Öffentlichkeit, dass man meist gar nicht reinkommt ins Kino“. Die Schülerinnen aus Saint-Quentin, hoch in Frankreichs Norden, genießen abseits vom Festspielzirkus die Vorzüge des Südens: Sonne, Strand um Meer.
Und wie steht es um die Erfahrungen bei der Jungen Kritik? Auch da Zufriedenheit allerorten. Der Austausch mit den Deutschen, die Diskussionen, die Filme: alles war spannend, auch und weil es etwas Neues, Unbekanntes war. „Ich mochte vor allem das Gefühl, journalistische Arbeit zu machen, zu schreiben und zu lesen…“, erinnert sich Caroline. Auch wenn das oft alles andere als einfach war. Filme sind eben komplexe Biester, mit tausend verschiedenen Facetten. Und je mehr man drüber nachdenkt, desto schwerer fällt es, einen Film egal zu finden. „Nicht alle Filme waren gut, aber alle waren interessant“, fasst Justine dieses Pardox zusammen.
Nun ist die Arbeit also getan. Aber bevor es nach hause geht am Samstag, steht heute noch ein wichtiges Ereignis auf dem Programm: die Verleihung des Preises der Ganz jungen Kritik. Die Debatten über den Gewinner sitzen allen noch etwas in den Knochen. So unterschiedlich waren die beiden Favoriten, dass die Entscheidung sich wie eine Wahl zwischen zwei ganz unterschiedlichen Philosophien anfühlt. Wäre also gut, wenn man zwei Preise verleihen könnte, aber das geht natürlich nicht. „Es ist schade, dass ein Film verlieren musste. Die Entscheidung fiel uns allen schwer.“ Darüber kann man traurig werden, aber wie gesagt: Trauer kann durchaus auch Gutes bedeuten.
Vidéo/Video: La (Toute) Jeune Critique/Die (Ganz) Junge Kritik
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Ein Film von Felix von Boehm.
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Der sexistische, kapitalistische Marxist
de/von Nino Klingler - 20-5-2010 - Catégories/Kategorien: Critiques/Kritiken, Deutsch

Häufig hört man, dass einer der Vorteile der Berlinale das schreckliche Wetter sei: da könne man ja nicht anders, als so viel Zeit wie möglich im Kino zu verbringen. Cannes hat da durchaus andere Verlockungen, die einen auch gerne mal zum Draußenbleiben verführen. Insofern könnten die Voraussetzungen nicht besser sein, denn es regnet das erste Mal seit langem. Perfekt, um fünfeinhalb Stunden im Dunkeln zu hocken und einen der unstreitbaren Höhepunkte der diesjährigen Festspiele zu genießen: Oliver Assayas dreiteiliges Porträt von Carlos, des einstmals meistgesuchten Terroristen der Welt.
Beeindruckend allein sind schon die puren Zahlen: 300 Seiten Drehbuch, 90 Tage Drehzeit in knapp zehn Ländern, Hunderte von Schauspielern, die zig verschiedene Sprachen sprechen. Plus politische Krisensituationen, die geplante Drehs im Jemen und im Sudan in letzter Sekunde verhinderten. Rein logistisch ist Carlos wohl einer der phänomenalsten Kraftakte der europäischen Fernsehgeschichte. Vor allem wohl, weil sich Fernsehen selten so weit in die Gefilde des Kino vorwagte wie hier: der momentan so hippe Term Cinematic Television hat ein Paradebeispiel gefunden.
Regisseur Assayas und Co-Autor Dan Franck konzentrieren ihre Erzählung auf die Hochzeit der terroristischen Taten des „Phantoms“ (der wirkliche Carlos sitzt in Frankreich im Gefängnis), handeln in streng chronologischer Folge die aus öffentlicher Sicht folgenreichsten Anschläge des gebürtigen Venezolaners ab. Kindheit, Gefängnis: bleibt draußen. Aber auch so ist es, vor allem eingedenk der aktuellen Panikmache um den islamistischen Terrorismus, geradezu unglaublich, was dieser eine Mann veranstalten konnte, ob als Organisator oder Helfershelfer. Ermordung von Polizeibeamten, ein halbes Dutzend Sprengstoffanschläge, Kollaboration bei Geiselnahmen und die Organisation der berühmten Entführung der OPAC – Delegierten 1975, dazu jahrelanger internationaler Waffenschmuggel.
Seine unglaubliche Aufgabe stemmt Assayas mit Bravour – fast schon zu perfekt, könnte man sagen. Das Schlagwort ist Authentizität: genau rekonstruierte Kostüme, Sets, Figuren, Situationen. Die Welt der 70er und 80er war selten greifbarer als hier. Was hier auch an journalistischer und historischer Arbeit geleistet wurde ist bemerkenswert. Wie er den Überblick über seine riesige internationale Cast behalten konnte, alle Schauspieler trotz unterschiedlichster Provenienz und Ausbildung vollkommen harmonisch zu den Gesichtern einer in sich stimmigen Welt zusammenführt, das ist staunenswert. Assayas scheint die möglichen Konflikte gespürt zu haben, denn er inszeniert Carlos als quintessentielles, klassisches Erzählkino. Wie unterschiedlich auch nationale Verankerungen ausfallen mögen: es gibt eine bindende Idee des Kinos, einen gemeinsamen Nenner, wenn man so will. Und der heißt Hollywood: Carlos ist internationales Kino im Wortsinne. Leider wirkt er dadurch auch etwas glatt.
Und so stürzt sich Assayas in einen komplexen, vielgestaltigen politischen Diskurs. Die Hauptkonzepte heißen Kapitalismus und Sexismus. Ihre Prädominanz ist in Assayas Darstellung so absolut, dass in ihrem Schatten alle anderen Bewegungen zu Planspielen degradiert werden. In der ambivalenten, aufmerksamkeitsgeilen und frauensüchtigen Figur Carlos’ findet er die konkrete Verkörperung von beidem. Assayas interessiert sich weniger für Ideologie als für Ökonomie: wie wird Terrorismus organisiert? Gerade im zweiten Teil erliegt man irgendwann der Überzeugung, die internationale Revolution sei nichts anderes als ein lang gezogenes, über den Erdball verteiltes Businessmeeting. In Anzug und mit Aktenkoffer in der Hand reisen Carlos und seine Mannen umher, sprechen von „Partnern“, „Verträgen“, „Aufträgen und „Fristen“. Zwischendurch betrügt er noch seine jeweilige Freundin, zwingt selbst überzeugte Feministinnen zu absoluten Gehorsam. Seine „Revolution“ ist autokratisch organisiert: er allein bestimmt, alle anderen folgen.
Es gäbe noch so vieles, worüber sich zu schreiben lohnen würde. Aber bei einem Projekt dieses Umfangs ist es nicht verwunderlich, dass vieles unerwähnt bleiben muss. Daher nur noch eines: die deutschen Schauspieler sind samt und sonders großartig, hoffentlich ist von ihnen bald mehr zu sehen im internationalen Kino. Nora von Waldstätten, Christoph Bach, Julia Hummer, Alexander Scheer, Aljoscha Stadelmann: da ist eine Generation hochtalentierter und charismatischer Gesichter zusammen gekommen, die bestimmt noch für Aufsehen sorgen wird.
Carlos ist absolut sehenswert, auch wenn das Projekt seine Längen hat. Es ist ein im besten Sinne des Wortes klassisches Biopic, dass in einer Figur die widerstreitenden Diskurse einer ganzen Epoche komprimieren will, bei dem jede Szene, jeder Augenblick mit Bedeutung und Sinn aufgeladen ist. Dadurch lernt man viel und hat obendrein auch noch seinen Spaß, aber wirklich nahe kommt Assayas seiner Hauptfigur nie wirklich. So bleibt Comrade Carlos wohl weiter ein Mysterium.
Foto: Festival de Cannes
Mots-clefs/Tags: Carlos
Insatisfactions
de/von Justine Piron, Louisa Soenser et/und Caroline Ghristi - 19-5-2010 - Catégories/Kategorien: Critiques/Kritiken, Français
Bi, dung so ! de Phan Dang Di

« Bi, n’aie pas peur ! ». Ce titre sonne comme un avertissement pour l’avenir d’adulte de ce petit garçon vietnamien qui nous offre tout au long du film son regard neuf sur le monde cruel.
Bi, dung so !, c’est avant tout un portrait de femmes qui s’émancipent du désir des hommes. Soumises en apparence, elles représentent en réalité une force et un besoin pour des hommes faibles et égarés. Ici, le père de Bi apparaît comme un personnage émouvant et cruel, puisqu’il rejette son entourage, lui-même rejeté par l’objet de ses désirs. Le réalisateur fait apparaître un parallélisme intéressant entre les hommes et les femmes sur plusieurs générations et nous offre une vision poétique et politique de la société vietnamienne. Il défend cependant une image de ce monde assez commune et ordinaire : le spectateur se retrouve devant l’éternel motif d’une mère qui souffre en silence, dominée par un mari tyrannique et l’image du patriarche sage et respecté a la veille de sa mort.
Il mélange souffrance et plaisir dans un style « sensualiste », où les corps se dénudent à mesure que les paysages s’embrasent. Ce choix esthétique laisse peu de place au dialogue. Cette œuvre est cependant riche en symboles (bulles de savon, éléments de la nature…), et le spectateur appréciera de beaux cadrages
Le scénario se centre sur les insatisfactions sexuelles des personnages. Ces problèmes sont tus, comme partout en Asie on ne parle pas ouvertement de sexualité, on ne parle presque pas. Ce mur de silence auquel le spectateur est confronté crée un choc de cultures, la nôtre étant de s’exprimer trop. Cet obstacle nous plonge donc dans l’ennui, un sentiment renforcé par la lenteur de l’action du film.
Une ombre reste pourtant au tableau, celle d’une fin trop ouverte…
Malgré une recherche esthétique et psychologique intéressante, ce film reste un portrait de plus sur la société asiatique…
Photo: Festival de Cannes/Semaine de la Critique
Mots-clefs/Tags: Bi dung so, Lycée Carnot Cannes, Semaine de la Critique
Wässrige Symbolik
de/von Jonathan Korntheuer, Samuel Monthuley et/und Lena Wigand-Steinmetz - 19-5-2010 - Catégories/Kategorien: Critiques/Kritiken, Deutsch
Bi, dung so! von Phan Dang Di

„Ich will auch vom Tablett essen!“ – „Nein, das darf nur Papa.“ – „Aber ich bin auch ein Mann – wie Papa.“ – „Das dürfen nur Männer, die Bier trinken.“ – „Na dann will ich auch Bier trinken!“. Bi, ein kleiner Vietnamese aus Hanoi, möchte ein großer Vietnamese sein. Mit kindlichem Charme führt der Sechsjährige durch Phan Dang Dis ersten Spielfilm Bi, dung so! (Bi, hab‘ keine Angst!).
Der Regisseur zeigt immer wieder den kleinen Protagonisten, wie er sorglos durch das hohe Gras streift und spielerisch die Natur erkundet. Indes plagen sich die anderen Familienmitglieder mit diversen Problemen herum: Der Vater ist alkoholabhängig und hintergeht seine Frau. Noch schlechter versteht er sich mit dem Opa, der sterbenskrank im Bett liegt, Bis wichtigste Bezugsperson. Die Tante des Jungen sucht nach körperlicher Nähe und schaut auf der Suche nach neuen Männer-Bekanntschaften sogar einem deutlich Jüngeren hinterher. Ihr immenses Verlangen nach sexueller Erfüllung äußert sich, als sie sich mit einem Eiswürfel selbst befriedigt. Diese Szene steht exemplarisch für eines der Leitmotive dieses Films – Wasser.
Schwimmbecken, Regentropfen, Wassermelone, Eisfabrik – Bilder mit kühlender Wirkung illustrieren die angespannte Atmosphäre innerhalb von Bis Familie. Phan Dang Dis Film ist reich an Symbolen, deren Bedeutung sich jedoch dem europäischen Zuschauer nicht gänzlich erschließt, darunter ein Molch in einem Nachttopf und der Moment, als der Sarg des toten Großvaters während des Trauerzuges am Torbogen des Friedhofs hängen bleibt.
Statische Kameraeinstellungen und inhaltslose Füllszenen, etwa Bi beim Essen, verlangsamen den Handlungsablauf. Bi, dung so! hat weder einen roten Faden noch einen Höhepunkt, die Szenen wirken wie aneinandergereihte Fragmente. Ein rätselhafter Zeitsprung kurz vor Ende des Films verstärkt diesen Eindruck.
Phan Dang Di nennt in Bi, dung so! viele Probleme, lässt jedoch die Gelegenheit aus, diese intensiv zu thematisieren. Der Film steckt wie sein Protagonist noch in den Kinderschuhen; doch was nicht ist, kann ja noch werden.
Foto: Festival de Cannes/Semaine de la Critique
Mots-clefs/Tags: Bi dung so, Semaine de la Critique, Ziehenschule Frankfurt
N’ayez pas peur
de/von Victoria Diaz, Justine Thellier et/und Marie Charlier - 19-5-2010 - Catégories/Kategorien: Critiques/Kritiken, Français
Bi, dung so ! de Phan Dang Di

Le réalisateur Phan Dang Di établit son film sur des questions. Nous sortons de la salle perdus, sceptiques du message qu’il à voulu transmettre. Tant de thèmes sont abordés mais aucun n’est vraiment résolu. Nous sommes libres de choisir notre interprétation, nos réponses. Le réalisateur traite dans ce film tellement de sujets qu’il est à vrai-dire difficile d’en sortir convaincu. On reste confus sans être troublés. Il y a trop de questions posées pour qu’on puisse réellement y réfléchir. La maladie, la mort, l’adultère, l’enfance. Chaque thème pose une interrogation, ce qui nous perd totalement. On ne maîtrise pas le film, on ne l’apprécie pas. Cependant, Phan Dang Di arrive à nous imposer son atmosphère. Une lumière plutôt sombre, pesante, une chaleur étouffante et un cadre soigné. Il joue avec nos sens en passant de l’extrême chaleur à la glace. Les personnages aussi nous refroidissent par leur personnalité et leur comportement, alors que d’autres nous réchauffent le cœur. Le seul problème est qu’il ne parvient pas à nous transmettre son intention d’utiliser un scénario fragmenté et porteur de sens. Un discours un peu flou, parsemé de symboles, comme l’eau, la verdure, la température, sous toutes leurs formes. Tout cela dans une situation familiale complexe, une famille désunie, sans lien, qui se retrouve autour du grand père malade, autant dans le scénario que dans le cadre. Les personnages les plus nobles sont alors Bi, l’enfant, et son grand père.
Seul un œil averti semble être capable de déceler la réelle force du film car il engendre la réflexion, une remise en question. Ce film n’est pas à voir mais à regarder. Ce film n’est pas à regarder mais à réfléchir.
Photo: Festival de Cannes/Semaine de la Critique
Mots-clefs/Tags: Bi dung so, Lycée Henri Martin Saint-Quentin, Semaine de la Critique
Bi, don’t fall asleep!
de/von Julia Wolf, Klara Marie Eichholz et/und Ricarda Saleh - 19-5-2010 - Catégories/Kategorien: Critiques/Kritiken, Deutsch
Bi, dung so! von Phan Dang Di
Stille. Der Vater kommt spät nach Hause. Mit seiner Frau wechselt er kein Wort.
Phan Dang Dis Erstlingswerk Bi, dung so! (Bi, don’t be afraid!) beinhaltet wenige Dialoge. Die Eltern des sechsjährigen Bi (Phan Thanh Minh) reden kaum miteinander. Der Vater zieht eine andere Frau seiner Familie vor und wird in fast allen Szenen beim Biertrinken gezeigt. So verbringt Bi viel Zeit mit seinem kranken Großvater. Derweil fürchtet sich Bis Tante vor dem Älterwerden und ist deshalb fasziniert von einem jugendlichen Schüler. Wie der Vater sich nach einem Leben außerhalb der Familie sehnt, sehnt sie sich nach Jugend.
Dem Regisseur gelingt es, einige Szenen zu schaffen, die in Erinnerung bleiben. Wenn der kleine Bi durch ein Bambusfeld rennt und Blumen und Blätter für seinen Großvater sammelt, ist man gerührt von der niedlichen und verspielten Art des kleinen Jungen, durch dessen Augen jedes Erlebnis wie ein Abenteuer erscheint. Unklar bleibt, warum sich der Regisseur für den Titel Bi, don’t be afraid! entschieden hat, denn man bekommt kein ängstliches Kind zu sehen, sondern einen Jungen, welcher sich mutig alleine auf den Weg macht, um die Umgebung zu erkunden. Einzig vor einem dicken, tätowierten Arbeiter in einer Eisfabrik fürchtet Bi sich.
Es bleibt die Frage: Was ist die Botschaft dieses Films? Eine Antwort wird nicht gegeben.
Der Film kommt nicht in die Gänge. Bis zum Ende hat man das Gefühl, er hat noch nicht richtig angefangen. Der notwendige rote Faden in der Geschichte fehlt. Es gibt keinen Spannungsaufbau, keinen Höhepunkt. Es wird lediglich durch Aneinanderreihung von alltäglichen Szenen die Situation einer vietnamesischen Familie gezeigt.
Ein Kaffee wäre im Kino gut gewesen. Oder eine Cola.
Denn Bi, dung so! wirkt fast wie eine Schlaftablette.
Mots-clefs/Tags: Bi dung so, Ricarda-Huch-Schule Kiel, Semaine de la Critique































