• Alle Beiträge
  • Nur Beiträge auf Deutsch
  • Nur Beiträge auf Französisch

Mit ‘Uganda’ getaggte Artikel / Textes avec le mot-clef ‘Uganda’


Ostafrikanischer Flickenteppich

von/de - 17-2-2010 - Kategorien/Catégories: Deutsch, Filmkritiken / Critiques

imani2

Am Anfang sehen wir ein Zitat aus Paul Thomas Andersons Magnolia (1999): „We may be through with the past, but the past ain’t through with us.“ Regisseurin Caroline Kamya ließ sich offensichtlich sehr von Andersons Großformat-Episodenkino beeinflussen: Imani breitet seine Geschichten über die soziale und politische Landschaft ganz Ugandas aus. Drei Hauptplots geben Einblick in unterschiedliche Aspekte des ostafrikanischen Lebens: die Nachbeben des jahrzehntelangen Bürgerkrieges im Norden, das immense Wohlstandsgefälle zwischen Neureichen und ihren Hausangestellten, das allmähliche Aufblühen einer sozial engagierten urbanen Jugendkultur.

Vieles an Imani transportiert die Zerrissenheit afrikanischen Lebens auf effektvolle Weise, auch wenn oft nicht klar ist, ob diese Effekte willentlich oder unabsichtlich produziert werden.  Die Adaption der episodischen Struktur nach US-amerikanischem Vorbild beispielsweise will nicht recht aufgehen, die Verknüpfung der Storys wirkt willkürlich, vereinzelte Parallelmontagen zwischen zwei unabhängigen Erzähllinien verwirren eher aufgrund ihrer Beliebigkeit, als dass sie ein Gefühl von Kohärenz hervorrufen. Über den Film verteilte Passagen voller ästhetischer Überformungen wie Zeitraffer oder Jump Cuts deuten weniger auf die eigene Substanz als auf visuelle Konventionen des angelsächsischen Kinos. Weiterlesen/Lire la suite »

Tags/Mots-clefs: ,

Imani heißt Vertrauen

von/de - 17-2-2010 - Kategorien/Catégories: Begegnungen / Rencontres, Deutsch, Live von der Jury / Le jury en direct

Imani

„In England bin ich eine Fremde, in Uganda bin ich auch eine Fremde. Aber ich finde es etwas Gutes, denn man beobachtet, wird beobachtet und reflektiert unaufhörlich über sich selbst.“ Durch ihren eigenen Lebenslauf beeinflusst, der sie im Kindesalter aus der ugandischen Hauptstadt Kampala zuerst für einige Jahre nach Kenia und im Anschluss nach London und Vancouver führte, sucht Caroline Kamya in ihrem neuen Film Imani nicht allein jene Tragik, die man für gewöhnlich mit Afrika in Verbindung bringt, sondern zeigt ein Panorama des ugandischen Lebens. Seit 2004 lebt sie wieder in Uganda.  Imani ist eine Hommage an ihre neue alte Heimat. Aus ihrer Beobachterposition möchte sie nicht den moralischen Zeigefinger heben, nicht idealisieren oder dramatisieren: „Die Wirkung des Films beim Publikum ist für mich von großer Bedeutung.  Das Bild des hoffnungslosen Kontinents ist überall auf der Welt so stark verwurzelt, dass das wirkliche Afrika kaum wahrgenommen wird. Meinen Zuschauern möchte ich das wirkliche Uganda zeigen.“ Weiterlesen/Lire la suite »

Tags/Mots-clefs: ,