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Mit ‘Filmhochschulen’ getaggte Artikel / Textes avec le mot-clef ‘Filmhochschulen’


„Die Franzosen sind schon sehr enthusiastisch“

von/de und/et - 11-2-2010 - Kategorien/Catégories: Begegnungen / Rencontres, Deutsch

Im Gespräch mit Berlinale im Dialog gibt Roman Paul, Mitgründer der Razor Film Produktion und diesjähriger Präsident der Jury „Dialogue en perspective“, Einblicke in die Tätigkeit eines Filmproduzenten, spricht über Schwierigkeiten junger Regisseure, sich auf dem Filmmarkt zurechtzufinden, und erläutert Unterschiede zwischen den Filmkulturen in Deutschland und Frankreich.

Berlinale im Dialog: Wie kam es dazu, dass du Präsident der Jury „Dialogue en perspective“ geworden bist?

Roman Paul: Ich wurde direkt von Alfred Holighaus gefragt. Wir kennen uns schon sehr lange, er war mal mein Chef bei Senator Film. Ich schätze Alfreds Arbeit sehr, er hat einfach ein gutes Auge für Film und neue Talente. Deshalb werden wir ihn natürlich vermissen in seiner Position, fühlen uns aber auch in guten Händen bei Linda Söffker. Als sein Anruf kam mit dem Angebot, die Jury zu leiten, habe ich mich sehr gefreut und natürlich „ja“ gesagt. Zur Perspektive Deutsches Kino gehe ich selbst gerne als Zuschauer und suche nach neuen Talenten.

2006 hattet ihr mit Razor auch schon einen Film bei der Perspektive …

Ja, den Lebensversicherer von Bülent Akinci. Der hat sogar den „Dialogue en perspective“-Preis gewonnen, was uns natürlich sehr gefreut hat. Im Anschluss ist der Film um die ganze Welt gereist, wurde auch in Moskau ausgezeichnet, war beim AFI Festival in Houston … Das war eine ganz tolle Auswertung.

Linda Söffker, die zukünftige Leiterin der Perspektive, beschrieb uns gegenüber, dass ihre Sektion dem Nachwuchs unter die Arme zu greifen versucht, dass es bei ihnen wie „Kuscheln“ vor dem Eintritt in die harte Branche sei. Hast du das auch so in Erinnerung?

Na ja, es ist und bleibt ein Wettbewerb. So kuschelig kann es also nicht sein. Natürlich werden zum Großteil Erstlingswerke gezeigt, aber auch dort gibt es Konkurrenz. Im Endeffekt geht es darum, dem deutschen Nachwuchs ein Forum auf dem größten Festival des Landes zu eröffnen und die Filme auch einem internationalen Publikum vorzustellen, sie mit der Realität des Filmmarktes und der Kritik in Kontakt zu bringen. Ich freue mich deshalb sehr auf das diesjährige Programm der Perspektive, darauf, neue Regisseurinnen und Regisseure zu entdecken.

Bei Razor habt ihr in der Vergangenheit stärker mit ausländischen Filmemachern zusammengearbeitet. Ihr fahrt also auf viele Festivals weltweit, um neue Talente kennenzulernen? Weiterlesen/Lire la suite »

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“Die Berlinale ist das absolute Match-Making”

von/de und/et - 30-1-2010 - Kategorien/Catégories: Begegnungen / Rencontres, Deutsch

Wer sich für jungen deutschen Film begeistern kann und wissen will, was vom Nachwuchs zu erwarten ist, der kommt auf der Berlinale seit 2001 nicht um die Perspektive Deutsches Kino herum. Programmkoordinatorin Linda Söffker sprach mit uns über die Zusammenstellung eines guten Spielplans, das Verhältnis der Berlinale-Sektionen zueinander und die positiven Effekte finanzieller Engpässe für filmischen Erfindergeist.

Berlinale im Dialog: Kannst du kurz erklären, worin deine Arbeit bei der Perspektive besteht? Das ist doch sicher mehr als eine Assistenz von Alfred Holighaus?

Linda Söffker: Alfred Holighaus hat mich nie als seine Assistentin vorgestellt, er hat mich eher scherzhaft seine „Chefin“ genannt. Er meinte damit wohl, dass ich gut als sein organisatorisches Gedächtnis funktioniere und dabei auch ganz klare Ansagen mache. Das Gute an unserer Zusammenarbeit aber war für mich vor allem, dass er mich immer auch als seine Partnerin bei der Filmauswahl verstanden hat und wir uns da gegenseitig sehr vertrauen konnten – sowohl in der Bestätigung als auch im Widerspruch. Dafür mussten wir nicht immer einer Meinung sein. Alfred Holighaus ist ja auch im Auswahlkomitee für den Wettbewerb eingespannt. Also treffe ich für ihn eine gewisse Vorauswahl. Und so bin ich ganz schnell in die Verantwortung hineingewachsen.

Wie wählt ihr die Filme aus, wie recherchiert ihr?

Wir sind das Jahr über viel unterwegs, zum Beispiel auf Präsentationstagen an Filmhochschulen oder auf Festivals. Im Oktober fangen wir dann an zu sortieren und zu telefonieren. Von den Hochschulen bekommen wir eigentlich alles, was sie fertig haben. Manche übereifrigen Filmemacher schicken uns auch schon im Oktober ihre Anmeldung, obwohl sie noch am Drehen sind oder das Buch gerade erst fertig ist. Unsere Sichtungen gehen dann so richtig im November los. Weiterlesen/Lire la suite »

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