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Archiv für die Kategorie ‘Begegnungen / Rencontres’ / Archives de la catégorie ‘Begegnungen / Rencontres’


Imani heißt Vertrauen

von/de - 17-2-2010 - Kategorien/Catégories: Begegnungen / Rencontres, Deutsch, Live von der Jury / Le jury en direct

Imani

„In England bin ich eine Fremde, in Uganda bin ich auch eine Fremde. Aber ich finde es etwas Gutes, denn man beobachtet, wird beobachtet und reflektiert unaufhörlich über sich selbst.“ Durch ihren eigenen Lebenslauf beeinflusst, der sie im Kindesalter aus der ugandischen Hauptstadt Kampala zuerst für einige Jahre nach Kenia und im Anschluss nach London und Vancouver führte, sucht Caroline Kamya in ihrem neuen Film Imani nicht allein jene Tragik, die man für gewöhnlich mit Afrika in Verbindung bringt, sondern zeigt ein Panorama des ugandischen Lebens. Seit 2004 lebt sie wieder in Uganda.  Imani ist eine Hommage an ihre neue alte Heimat. Aus ihrer Beobachterposition möchte sie nicht den moralischen Zeigefinger heben, nicht idealisieren oder dramatisieren: „Die Wirkung des Films beim Publikum ist für mich von großer Bedeutung.  Das Bild des hoffnungslosen Kontinents ist überall auf der Welt so stark verwurzelt, dass das wirkliche Afrika kaum wahrgenommen wird. Meinen Zuschauern möchte ich das wirkliche Uganda zeigen.“ Weiterlesen/Lire la suite »

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David gegen David – Sievekings Meditation über Trug und Schein, Erleuchtung und Sein

von/de - 16-2-2010 - Kategorien/Catégories: Begegnungen / Rencontres, Deutsch, Live von der Jury / Le jury en direct

David Wants to Fly

Als Regisseur David Sieveking seinem Idol David Lynch und dessen Begeisterung für transzendentale Meditation (TM) nachging, schwebte ihm noch nicht vor, wohin die dokumentarische Reise gehen würde.

TM sorgte in den 1960ern in der westlichen Welt für Aufruhr und Begeisterung, als die Beatles unter Obhut des Maharishi Mahesh Yogi eine ganz neue Lebensart entdeckten, die nach Frieden und innerer Stärke strebt. Meditation war die neue Droge, die vor allem John Lennon und George Harrison in ihren Bann zog. Tatsächlich entstand die Hälfte des „White Album“ in Rishikesh. Aus Dankbarkeit und Überzeugung waren die Stars auch gewillt, viel Geld zu spenden.

Und Geld scheint nicht unwichtig zu sein im Bestreben nach einer besseren, friedvolleren Welt: Wenn die Sterne eine schlechte Zukunft voraussagen, soll eine Opferzeremonie in Indien für Rettung sorgen – live über Satellit übertragen. Solche Zeremonien kosten zwischen 2.500 und 1 Mio US-Dollar.

Auch trauen TM-Anhänger der Schulmedizin nicht. Sie sind der festen Überzeugung, dass man selbst für sein schlechtes Karma zuständig ist. So heilen sie ihren Körper und Geist mit ayurvedischen Produkten, die ihren Preis haben. Manchmal kostet es das Leben: Doug Henning, der Meister David Copperfields, starb an Leberkrebs, weil er medizinische Hilfe verweigerte. An seiner Überzeugung: „I’ll really learn to fly“, ging er schließlich zu Grunde. Weiterlesen/Lire la suite »

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Werkstattgespräch / Table ronde

von/de - 12-2-2010 - Kategorien/Catégories: Begegnungen / Rencontres, Berlinale Expanded, Deutsch, Français

Wir möchten alle Interessierten ganz herzlich zum Werkstattgespräch des DFJW und der Perspektive Deutsches Kino über deutsch-französische Filmzusammenarbeit einladen. Die bilinguale Table ronde findet am 16. Februar 2010 um 16 Uhr in der Landesvertretung des Saarlandes, In den Ministergärten 4, statt.

In Form eines öffentlichen Gedankenaustausches wird sich Sektionsleiter Alfred Holighaus mit Akteuren beider Länder über Stand und Zukunft des innereuropäischen Filmdialogs, über Hoffnungen und Wünsche der Branche sowie über Perspektiven junger deutscher Regisseurinnen und Regisseure in der internationalen Filmszene unterhalten. Es nehmen Christine Berg (Projektleiterin des Deutschen Filmförderfonds), Stefan Arndt (X-Filme Creative Pool, Mitproduzent des Cannes-Gewinners Das Weiße Band von Michael Haneke) und Michel Reilhac (Arte France Cinéma, verantwortlich für den diesjährigen Wettbewerbsfilm Mammuth mit Gerard Dépardieu) teil.

Außerdem stellt sich die Jury des diesjährigen „Dialogue en perspective“- Preises unter Leitung von Roman Paul (Razor Filmproduktion, u.a. Waltz with Bashir, Paradise Now) vor. Im Anschluss wird es einen kleinen Empfang durch das DFJW geben.

Unser Blog Berlinale im Dialog wird selbstverständlich anwesend sein und über das Zusammentreffen berichten. Anmeldung unter cafeberlinparis@dfjw.org. Die Einladung ist offen für alle im Rahmen der verfügbaren Plätze.


Nous avons le plaisir de vous inviter à la table ronde, organisée par l’OFAJ et la Perspektive Deutsches Kino, qui aura pour thème la coproduction cinématographique entre la France et l’Allemagne. Cette table ronde se déroulera le 16 février 2010 à 16h00, dans la Landesvertretung des Saarlandes, Ministergärten 4. Une traduction sera assurée dans les deux langues.

Sous la forme d’un échange public d’idées, Alfred Holighaus, directeur de la section Perspektive Deutsches Kino, mènera le débat avec des professionnels du cinéma des deux pays sur l’état actuel et l’avenir du dialogue cinématographique dans l’espace européen, sur les espoirs et les attentes ainsi que sur les perspectives des réalisateurs et réalisatrices allemands sur la scène internationale.

Participeront à la table ronde : Christine Berg (chargée de projets au sein du fonds allemand de soutien au cinéma), Stefan Arndt (X-Filme Creative Pool, producteur, coproducteur du Ruban blanc de Michael Haneke, Palme d’or à Cannes) et Michel Reilhac (Arte France Cinéma, responsable des productions Cinéma, et en particulier le film Mammuth avec Gérard Depardieu, en compétition à la Berlinale 2010).

A l’issue de cette table ronde le Jury du 7e „Dialogue en perspective“ dirigé par Roman Paul (Société de production Razor : Valse avec Bashir, Paradise Now) se présentera et exposera ses motivations.

Ce débat sera suivi d’un cocktail offert par l’OFAJ.

Notre Blog « Berlinale en dialogue » vous tiendra informé de la rencontre. Si vous souhaitez participer à cette table ronde, nous vous prions de nous envoyer un email à cafeberlinparis@dfjw.org.

L’invitation est ouverte à tous dans la limite des places disponibles.

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„Die Franzosen sind schon sehr enthusiastisch“

von/de und/et - 11-2-2010 - Kategorien/Catégories: Begegnungen / Rencontres, Deutsch

Im Gespräch mit Berlinale im Dialog gibt Roman Paul, Mitgründer der Razor Film Produktion und diesjähriger Präsident der Jury „Dialogue en perspective“, Einblicke in die Tätigkeit eines Filmproduzenten, spricht über Schwierigkeiten junger Regisseure, sich auf dem Filmmarkt zurechtzufinden, und erläutert Unterschiede zwischen den Filmkulturen in Deutschland und Frankreich.

Berlinale im Dialog: Wie kam es dazu, dass du Präsident der Jury „Dialogue en perspective“ geworden bist?

Roman Paul: Ich wurde direkt von Alfred Holighaus gefragt. Wir kennen uns schon sehr lange, er war mal mein Chef bei Senator Film. Ich schätze Alfreds Arbeit sehr, er hat einfach ein gutes Auge für Film und neue Talente. Deshalb werden wir ihn natürlich vermissen in seiner Position, fühlen uns aber auch in guten Händen bei Linda Söffker. Als sein Anruf kam mit dem Angebot, die Jury zu leiten, habe ich mich sehr gefreut und natürlich „ja“ gesagt. Zur Perspektive Deutsches Kino gehe ich selbst gerne als Zuschauer und suche nach neuen Talenten.

2006 hattet ihr mit Razor auch schon einen Film bei der Perspektive …

Ja, den Lebensversicherer von Bülent Akinci. Der hat sogar den „Dialogue en perspective“-Preis gewonnen, was uns natürlich sehr gefreut hat. Im Anschluss ist der Film um die ganze Welt gereist, wurde auch in Moskau ausgezeichnet, war beim AFI Festival in Houston … Das war eine ganz tolle Auswertung.

Linda Söffker, die zukünftige Leiterin der Perspektive, beschrieb uns gegenüber, dass ihre Sektion dem Nachwuchs unter die Arme zu greifen versucht, dass es bei ihnen wie „Kuscheln“ vor dem Eintritt in die harte Branche sei. Hast du das auch so in Erinnerung?

Na ja, es ist und bleibt ein Wettbewerb. So kuschelig kann es also nicht sein. Natürlich werden zum Großteil Erstlingswerke gezeigt, aber auch dort gibt es Konkurrenz. Im Endeffekt geht es darum, dem deutschen Nachwuchs ein Forum auf dem größten Festival des Landes zu eröffnen und die Filme auch einem internationalen Publikum vorzustellen, sie mit der Realität des Filmmarktes und der Kritik in Kontakt zu bringen. Ich freue mich deshalb sehr auf das diesjährige Programm der Perspektive, darauf, neue Regisseurinnen und Regisseure zu entdecken.

Bei Razor habt ihr in der Vergangenheit stärker mit ausländischen Filmemachern zusammengearbeitet. Ihr fahrt also auf viele Festivals weltweit, um neue Talente kennenzulernen? Weiterlesen/Lire la suite »

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“Die Berlinale ist das absolute Match-Making”

von/de und/et - 30-1-2010 - Kategorien/Catégories: Begegnungen / Rencontres, Deutsch

Wer sich für jungen deutschen Film begeistern kann und wissen will, was vom Nachwuchs zu erwarten ist, der kommt auf der Berlinale seit 2001 nicht um die Perspektive Deutsches Kino herum. Programmkoordinatorin Linda Söffker sprach mit uns über die Zusammenstellung eines guten Spielplans, das Verhältnis der Berlinale-Sektionen zueinander und die positiven Effekte finanzieller Engpässe für filmischen Erfindergeist.

Berlinale im Dialog: Kannst du kurz erklären, worin deine Arbeit bei der Perspektive besteht? Das ist doch sicher mehr als eine Assistenz von Alfred Holighaus?

Linda Söffker: Alfred Holighaus hat mich nie als seine Assistentin vorgestellt, er hat mich eher scherzhaft seine „Chefin“ genannt. Er meinte damit wohl, dass ich gut als sein organisatorisches Gedächtnis funktioniere und dabei auch ganz klare Ansagen mache. Das Gute an unserer Zusammenarbeit aber war für mich vor allem, dass er mich immer auch als seine Partnerin bei der Filmauswahl verstanden hat und wir uns da gegenseitig sehr vertrauen konnten – sowohl in der Bestätigung als auch im Widerspruch. Dafür mussten wir nicht immer einer Meinung sein. Alfred Holighaus ist ja auch im Auswahlkomitee für den Wettbewerb eingespannt. Also treffe ich für ihn eine gewisse Vorauswahl. Und so bin ich ganz schnell in die Verantwortung hineingewachsen.

Wie wählt ihr die Filme aus, wie recherchiert ihr?

Wir sind das Jahr über viel unterwegs, zum Beispiel auf Präsentationstagen an Filmhochschulen oder auf Festivals. Im Oktober fangen wir dann an zu sortieren und zu telefonieren. Von den Hochschulen bekommen wir eigentlich alles, was sie fertig haben. Manche übereifrigen Filmemacher schicken uns auch schon im Oktober ihre Anmeldung, obwohl sie noch am Drehen sind oder das Buch gerade erst fertig ist. Unsere Sichtungen gehen dann so richtig im November los. Weiterlesen/Lire la suite »

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