Der Preis „Dialogue en perspective“ des Deutsch-Französischen Jugendwerks bei der 60. Berlinale geht an:
Lebendkontrolle
von Florian Schewe
Lebendkontrolle ist ein kraftvoller und berührender Film mit hervorragenden Schauspielern. Eine souveräne Inszenierung zieht den Zuschauer in eine differenzierte und spannend erzählte Geschichte. Der Regisseur Florian Schewe und der gesamte Stab wissen, wohin sie wollen, und erreichen ihr Ziel: eine in allen Bereichen herausragende Produktion, die von den immensen Schwierigkeiten des Strafvollzugs für die Insassen und deren Angehörigen erzählt.
Le prix « Dialogue en perspective » de l’Office franco-allemand pour la Jeunesse au 60ème Festival International du Film de Berlin est décerné à:
Lebendkontrolle
de Florian Schewe
Le jury a choisi de récompenser Lebendkontrolle car c’est un film fort et émouvant, servi par des acteurs d’un talent rare. La mise en scène très maîtrisée emmène le spectateur dans une histoire hors du commun et pleine de rebondissements. Le réalisateur Florian Schewe et toute l’équipe savent parfaitement ce qu’ils veulent et comment atteindre leur but. Il s’agit là d’un film exceptionnel qui parle de l’immense difficulté que représente le régime carcéral pour les prisonniers et leurs proches.
Eine lobende Erwähnung der Jury geht an den Dokumentarfilm Portraits deutscher Alkoholiker.
Dieser Film zeichnet sich durch sein präzise umgesetztes ästhetisches Konzept aus, das das Problem Alkoholismus neu sichtbar werden lässt. Portraits deutscher Alkoholiker ist ein assoziativer Film, dessen Hauptfiguren nur als Off-Stimmen anwesend sind und vom Kampf um Normalität und der Verheimlichung ihrer Sucht erzählen.
Die Geschichten der anonym Porträtierten zeigen die Tragik und Alltäglichkeit der Sucht und treten mit Bildern in Beziehung, die gesellschaftliche Alltäglichkeit zur Fassade werden lassen. Das Spannungsverhältnis zwischen Bild und Ton lässt den Bruch zwischen Sucht und Leben konkret und wahrnehmbar werden.
Eine besondere Erwähnung verdient dieser Film für seine visuelle Kreativität und seinen Mut zum Experiment.
Mention spéciale du jury pour le documentaire Portraits deutscher Alkoholiker
Carolin Schmitz réussit à dresser un portrait d’une très grande justesse, direct et sans fioriture. Le spectateur embarque dans une succession de longs travellings latéraux d’une grande beauté esthétique, à travers le récit des expériences anonymes des témoins. Des lieux vides, habituellement pleins, qui plongent le spectateur au cœur du récit. Un concept d’une grande force cinématographique qui fait de ce film un petit bijou de documentaire. Un film très prometteur!
























