Tribeca Film Festival 2008

Tribeca Poster

„If I can make it there, I’m gonna make it anywhere.“ Was Frank Sinatra einst sang, trifft auch für Filmemacher zu: Wer es in der legendären (Film-)Metropole New York schafft, der dürfte es überall sonst leicht haben. Das Tribeca Film Festival bietet nun die Gelegenheit zur Probe aufs Exempel.

Das Tribeca Film Festival (23.4.-4.5.) in New York ist mit seinen 400.000 Besuchern fast so populär wie die Berlinale. Seit 2002 bietet das unter anderem von Robert De Niro gegründete Festival sowohl Independent-Filmemachern der New Yorker Szene als auch Studioproduktionen eine große Bühne und sorgt gleichzeitig für eine ideelle und finanzielle Wiederbelebung des vom 11. September schwer getroffenen Stadtviertels TriBeCa (Triangle Below Canal Street).

In diesem Jahr laufen über 200 Filme in Tribeca, wobei 55 der 121 vorgestellten Spiel- und Dokumentarfilme Weltpremieren sind. Eröffnet wird das Festival mit der Schwangerschaftskomödie Baby Mama, dem Kino-Debüt von Michael McCullers, der als Autor für die Austin-Powers-Filme und die Comedy-Show Saturday Night Live bekannt wurde.

In den Wettbewerbssektionen für Spiel- und Dokumentarfilme konkurrieren jeweils 12 Werke aus aller Welt um die Trophäen. Darunter sind Shane Meadows’ (This is England) Komödie Somers Town, das Drama Quiet Chaos über die Trauer eines von Nanni Moretti (Das Zimmer meines Sohnes) dargestellten Witwers, und die Roman-Verfilmung Let The Right One In, in der ein schwedischer Junge entdeckt, dass seine erste Liebe einem Vampir-Mädchen gilt.

Als Abschlussfilm fungiert Speed Racer von den Wachowski-Brüdern (Matrix), eine von der deutschen Filmförderung massiv unterstützte US-Produktion, die in den Babelsberger Studios entstand. Aus deutscher Sicht ist auch die US-Premiere von Football Under Cover interessant, einem deutschen Film, der sich mit dem Einfluss des Islam auf den Alltag iranischer Fußballerinnen befasst. Das Werk von David Asssman und Ayat Najafi kommt an diesem Donnerstag in die deutschen Kinos.

Weiterhin sind Guy Maddins Hommage an seine Heimatstadt My Winnipeg, der Oscar-nominierte polnische Film Katyn und Errol Morris’ Abu-Ghraib-Aufarbeitung Standard Operating Procedure in New York zu sehen. Im Rahmen einer Zusammenarbeit mit dem US-Sportsender ESPN zeigt das Festival eine Reihe von Sportfilmen. Und, dem Beispiel Walter Ruttmanns (Berlin: Die Symphonie der Großstadt, 1927) folgend, setzt Amos Poe mit dem dreistündigen Dokumentarfilm Empire II der Stadt New York ein Denkmal.

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