Sydney Pollack gestorben

Der Regisseur, Schauspieler und Produzent Sydney Pollack ist gestern im Alter von 73 Jahren an einem Krebsleiden verstorben, meldet die Presseagentur AP in Berufung auf Pollacks Freund und Agenten Leslee Dart.

Obwohl Pollack seit Mitte der neunziger Jahre seltener den Regiestuhl einnahm und hauptsächlich als Produzent und Schauspieler aktiv war, wird er wohl am meisten für seine Regie-Erfolge erinnert werden. Vom Agententhriller Die drei Tage des Condors (Three Days of the Condor, 1975) über die Verwechslungskomödie Tootsie (1982) bis zum Historiendrama Jenseits von Afrika (Out of Africa, 1985) deckte er darin unterschiedlichste Genres ab. Eine besondere Bedeutung nahm in seinen Filmen stets die Arbeit mit Schauspielern ein, für die er eine Reihe an Hollywoodstars wie Robert Redford, Jane Fonda, Sidney Poitier, Charles Bronson, Barbara Streisand, Dustin Hoffman, Meryl Streep und Tom Cruise über die Jahre gewinnen konnte. 1986 erhielt er für Jenseits von Afrika einen Oscar als bester Regisseur. Für seinen letzten Spielfilm Die Dolmetscherin (The Interpreter, 2005) arbeitete er mit Nicole Kidman und Sean Penn zusammen.

Seit Ende der neunziger Jahre trat Pollack verstärkt als Produzent auf. Gemeinsam mit Anthony Minghella, der vor wenigen Monaten verstorben ist, gründete er die Produktionsfirma Mirage Enterprises, die an Filmen wie Der talentierte Mr. Ripley (The Talented Mr. Ripley, 1999) und Unterwegs nach Cold Mountain (Cold Mountain, 2003) beteiligt war. Zuletzt produzierte Pollack Breaking and Entering (2006), Michael Clayton (2007) und Ein verlockendes Spiel (Leatherheads, 2008).

Als Schauspieler war er kürzlich ebenfalls in Michael Clayton und der romantischen Komödie Verliebt in die Braut (Made of Honor, 2008) zu sehen.

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