Streifzüge durch Fassbinders Werk (2): Günther und das Genrekino

Whity

Ausgerechnet im 30. Todesjahr von Rainer Werner Fassbinder ist sein langjähriger Weggefährte Günther Kaufmann gestorben. „Der weiße Neger vom Hasenbergl“ - so der Name seiner Autobiografie – war schon seit Antiteater-Zeiten in Inszenierungen Fassbinders zu sehen und wurde wegen seiner mächtigen Statur häufig als Mann fürs Grobe besetzt, der seine Verletzlichkeit aber nie ganz verbergen konnte. Meist war Kaufmann nur in kleineren Rollen zu sehen, einmal schenkte ihm Fassbinder aber nicht nur eine Hauptrolle, sondern gleich einen ganzen Film: Whity.

So wie Liebe ist kälter als der Tod und Götter der Pest dem Gangstergenre huldigen, ist Fassbinders einziger in Cinemascope gedrehter Film eine Hommage an amerikanische Western. Lieblingsthemen wie unerwiderte Liebe, Ausgrenzung und Rassismus werden dabei in die fremde Welt des Wilden Westens verlagert. Whity war auch die erste Zusammenarbeit mit Kameramann Michael Ballhaus, dessen fließender Stil und Faible für Spiegelungen später zum Markenzeichen vieler gemeinsamer Filme werden sollte. Zur Kritik

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