Sarajevo Filmfestival 2008

Neben osteuropäischen Produktionen präsentiert das Filmfestival Sarajevo auch eine Todd Haynes gewidmete Retrospektive sowie das Regiedebüt von Drehbuchautor Charlie Kaufman (Being John Malkovich).

Lions Den, Leonera

Im internationalen Wettbewerb des 14. Sarajevo Film Festival konkurrieren ausschließlich Filme aus Osteuropa um den Hauptpreis, das „Herz von Sarajevo“. In der ungarischen Produktion Delta von Kornel Mundruczco kehrt ein junger Mann in die Gegend seiner Jugend zurück und trifft auf seine bisher unbekannte Schwester. Unter den Augen der missgünstigen Dorfbewohner entwickelt sich zwischen den beiden mehr als reine Geschwisterliebe. Um die Selbstmorde dreier Freunde und den Umgang der Hinterbliebenen mit der Trauer dreht sich der österreichische Beitrag, Klaus Händls März.

Synecdoche, New York

Lion´s Den (Leonera) des argentinischen Regisseurs Pablo Trapero läuft in der Sektion „Panoramma“, die europäische, amerikanische und asiatische Spielfilme zeigt. In Traperos Film erwacht eine junge Frau neben ihren zwei blutüberströmten Liebhabern und wird schwanger ins Gefängnis geschickt. Der erfolgreiche Drehbuchautor Charlie Kaufman (Being John Malkovich, 1999) debütiert als Regisseur mit Synecdoche, New York, um einen Theaterregisseur, der nach einem Unfall plötzlich schneller altert und sich mit einem Stück über sein Leben ein Denkmal setzten möchte.
Speziell geehrt wird Regisseur Todd Haynes (Poison, 1991, Velvet Goldmine, 1998, I´m not there, 2007), dem eine umfassende Retrospektive gewidmet ist.

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