Preis der deutschen Filmkritik 2007

Yella

Am Montagabend sind am Rande der Berlinale die Preise der deutschen Filmkritik 2007 vergeben worden. Der zum ersten Mal 1956 verliehene undotierte Preis für den besten Spielfilm ging in diesem Jahr an Yella von Christian Petzold, der damit nach 2005 (Gespenster) und 2001 (Die innere Sicherheit) bereits zum dritten Mal siegte. Yella, ein Drama über die physische und ideelle Heimatlosigkeit des Menschen in der globalisierten Moderne, setzte sich unter den Mitgliedern des Verbands der deutschen Filmkritik gegen starke Konkurrenz wie Auf der anderen Seite (Fatih Akin) durch. Yella wurde von den Kritikern weiterhin für die beste Kamera (Hans Fromm) ausgezeichnet, während die Wahl für den besten Schnitt auf Andrew Birds Arbeit in Auf der anderen Seite fiel.
Pia Marais’ Film Die Unerzogenen, in dem Kinder unter ihren Eltern aus der Fraktion der ewigen Alt-68er leiden, wurde zum besten Debüt gekürt. Ulrich Noethen erhielt für seine Himmler-Darstellung in Mein Führer den Preis für den besten Darsteller. Die Trophäe für die beste Darstellerin wurde an Maren Kroymann (Verfolgt) verliehen. Matthias Pacht und Alex Buresch gewannen den Preis für das beste Drehbuch (Das wahre Leben) und Dieter Schleip (Die Hochstapler) wurde für die beste Musik prämiert. Ulrike Ottingers Prater wurde zum besten Dokumentarfilm gewählt, Jan Peters durfte sich über den Preis für den besten Experimentalfilm (Wie ich ein freier Reisebegleiter wurde) freuen. Einen Sonderpreis für außergewöhnliche Innovation erhielten Nicolette Krebitz und Bella Halben für Das Herz ist ein dunkler Wald. Der Kurzfilm-Preis wird erst im April 2008 beim Filmfest in Dresden vergeben.

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