Montreal World Filmfestival 2008
Das größte Filmfestival Nordamerikas zeigt globales Filmschaffen über komplexe Themen, wie in Die Entdeckung der Currywurst von Ulla Wagner.

Ab dem 21. August präsentiert das Montreal World Filmfestival Filme aus allen fünf Kontinenten. Eröffnet wird das globale Sammelsurium mit Paris 36 (Faubourg 36) des Franzosen Christophe Barratier (Die Kinder des Monsieur Mathieu, Les Choristes, 2004), in dem drei Freunde versuchen ein geschlossenes Musical-Theater wieder aufleben zu lassen. Unerfahrenheit, Gangster und eine mysteriöse junge Sängerin führen aber zu so manchen Verwicklungen. The Necessities of Life (Ce qu´il faut pour vivre) von Benoît Pilon konkurriert wie Paris 36 um den „Grand Prix of the Americas“ im internationalen Wettbewerb. Die Thematik der kulturellen Verständigung – eines der Leitmotive des Festivals – findet sich hier in der Form eines jungen Inuits wieder, der einen weißen, todkranken Inuitjäger betreut und versucht, ihm das Leben seines Stammes näherzubringen. Einen der zwei deutschen Wettbewerbsbeiträge stellt Ulla Wagner mit Die Entdeckung der Currywurst basierend auf dem gleichnamigen Roman von Uwe Timm. Ein junger fahnenflüchtiger Marinesoldat versteckt sich hier bei einer einsamen Mittvierzigerin, während vor der Tür der Zweite Weltkrieg tobt.
Neben Symposien und einem Filmmarkt werden außerdem in weiteren Sektionen Dokumentarfilme, Tribute und Arbeiten von kanadischen Filmstudenten gezeigt. Einzelne Werke laufen dabei auf einer großen Leinwand im „Cinema under the stars“.





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