Leipziger DOK-Filmfest feiert 50-jähriges Jubiläum

„Gesamtdeutsche Leipziger Woche für Kultur- und Dokumentarfilm“ – so hieß das Leipziger DOK-Filmfest in seinen Anfängen. Im Jahr 1955 vom Club der Filmschaffenden der DDR gegründet, war es das erste unabhängige Filmfestival in der Deutschen Demokratischen Republik. Sechs Jahre vor dem Mauerbau verstand man sich übrigens, wie der Titel schon verrät, noch durchaus als gesamtdeutsche Veranstaltung. Die Jury wurde paritätisch besetzt. 1961 begann dann die drastische Einflussnahme der SED. 1967 wurde die Aufführung von tschechoslowakischen Filmen verboten, die den Geist des beginnenden Prager Frühlings vermittelten. In den Jahren 1957 bis 1959 fand das Festival nicht statt, weswegen erst 2007 das 50. Jubiläum gefeiert wird. Heute Abend beginnt es. (eine lesenswerte Chronik mit Flash-Animationen stellt die Festivalseite zur Verfügung)
Das Programm besteht aus den vier Wettbewerbssektionen „Internationaler Dokumentarfilm“, „Internationaler Animationsfilm“, „Deutscher Dokumentarfilm“, „Internationaler Nachwuchswettbewerb Dokumentarfilm ‚Generation DOK’“. Zwei Sonderreihen beschäftigen sich mit der Suche nach Paradiesen und mit vom Fernsehsender ARTE produzierten Filmen. Im Programm „Spurensuche - Filmpositionen aus fünf Jahrzehnten“ werden Klassiker des Dokumentarfilms gezeigt. Die Preise sind mit insgesamt 63.500 Euro dotiert. Das Festival endet am 4. November.



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