LAFC & NYFC Awards
Die Buchmacher in Hollywood freuen sich über einen Konjunkturanstieg. Mit den LAFC-Awards und den NYFC-Awards haben nun die nächsten beiden Preisverleihungen, die man in Amerika zur Riege der alljährlichen „Oscar-Vorboten“ zählt, ihre Gewinner bekannt gegeben. Die Kritikervereinigung aus Los Angeles vergibt ihren diesjährigen Preis für den besten Film – wie einige Tage zuvor das National Board of Review – an Clint Eastwoods Kriegsfilm Letters from Iwo Jima. An der Ostküste, wo die NYFC-Awards von den New Yorker Kritkern verliehen werden, entschied man sich indes für die intensive 9/11-Aufbereitung Flug 93 (United 93) von Paul Greengrass. Florian Henckel von Donnersmarcks Das Leben der Anderen wurde in Los Angeles als bester ausländischer Film ausgezeichnet, in New York bedachte man dagegen Jean-Pierre Melvilles Armee im Schatten (L’armée des ombres, 1969) mit dem Preis, nachdem dieser erst 2006 in den Vereinigten Staaten in die Kinos kam. Als Beste Regisseure gewannen in New York Martin Scorsese für The Departed – Unter Feinden und in Los Angeles Paul Greengrass für Flug 93. Bei der Wahl des besten Schauspielers war man sich dann allerdings (fast) einig und entschied sich für den Favoriten: Forest Whitaker als Idi Amin in Kevin Macdonalds The Last King of Scotland wurde von beiden Vereinigungen als bester Hauptdarsteller geehrt, wenngleich er sich den LAFC-Award mit seinem Kollegen Sacha Baron Cohen teilen muss, der überraschend ebenfalls zum besten Schauspieler für seine Rolle in der Erfolgssatire Borat gekürt wurde. Auch in punkto beste Hauptdarstellerin waren Ost- und Westküste d’accord: Hellen Mirren als Elisabeth II. in Die Queen (The Queen) von Stephen Frears gewann beide Preise und avanciert damit - zumindest nach jetzigem Stand - zur klaren Oscarfavoritin. Unter den weiteren Gewinnern waren George Millers Pinguinpixelfilm Happy Feet, der von beiden Jurys zum besten Animationsfilm gekürt wurde sowie Eine unbequeme Wahrheit (An Inconvenient Truth) von Davis Guggenheim, der den LAFC-Award als bester Dokumentarfilm gewann. In New York holte sich den Preis Amy Bergs Dokumentation über einen pädophilen Priester in Kalifornien, Deliver us from Evil. Die Verleihungszeremonien der NYFC- und der LAFC-Awards finden beide im Januar statt, respektive in New York und Los Angeles.
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