Kino als Lektion – Interview mit Susan Ray

Den Regisseur Nicholas Ray kennt man vor allem für seine unkonventionellen Hollywoodfilme, die sich seit seinem Debüt Im Schatten der Nacht (They Live by Night, 1949) mit viel Empathie den Ausgestoßenen der amerikanischen Gesellschaft widmeten. Mitte der 1950er Jahre war Ray mit seinem Frauen-Western (Johnny Guitar - Wenn Frauen hassen, 1954) und seinen Männer-Melodramen in Cinemascope (... denn sie wissen nicht, was sie tun, Rebel Without a Cause, 1955; Bigger than Life, 1956) auf dem künstlerischen Höhepunkt angelangt. Danach ging es langsam bergab, was schließlich 1963 dazu führte, dass sich Ray von Hollywood und damit auch vom Filmemachen abwendete.

Zehn Jahre später führte dann der Lehrauftrag an einer Filmhochschule zu einem interessanten Experiment und brachte den Mann mit der Augenklappe zurück auf den Regiestuhl. We Can't Go Home Again (1973) ist in Zusammenarbeit mit den Studenten entstanden und ein Film über das Projekt selbst, aber auch die damalige politische Situation in den Vereinigten Staaten geworden. Im Rahmen des Berliner Festivals Unknown Pleasures kam es nun zur deutschen Erstaufführung der restaurierten Fassung. Wir trafen Susan Ray, Witwe des Regisseurs und als Präsidentin der Nicholas Ray Foundation verantwortlich für die Restaurierung, zum Gespräch.

Kommentare zu „Kino als Lektion – Interview mit Susan Ray“

Es gibt bisher noch keine Kommentare.






Kommentare der Nutzer geben nur deren Meinung wieder. Durch das Schreiben eines Kommentars stimmen sie unseren Regeln zu.