Jerusalem Film Festival 2008

Mit dem Pixar-Film WALL•E von Andrew Stanton eröffnete am 10. Juli das Filmfestival Jerusalem die Pforten und feiert das 25. Jahr seines Bestehens.

Jerusalem Film Festival 2008

In Jerusalem erwartet das Publikum ein Panorama aus aktuellen internationalen Filmen und Produktionen des neuen israelischen Kinos, sowie abseits der Filmvorführungen auch Diskussionsforen, Workshops und Konzerte.

Die Sektion New Director zeigt Debütfilme junger Regisseure, darunter der viel beachtete Ben X von Nic Balthazar, von dem auch die Romanvorlage stammt. Der Film handelt von dem Jugendlichen Ben, der an einer abgeschwächten Form von Autismus erkrankt ist und vor den ständigen Quälereien seiner Mitschüler in virtuelle Welten flieht. Daneben sind unter anderem zwei national orientierte Filmreihen zu sehen: „Eye On Indian Cinema“ befasst sich mit Filmen aus der Traumfabrik Bollywood, während in „Rendez-vous“ das Augenmerk dem französischen Kino gilt. Darin wird auch Water Lilies (Naissance des pieuvres) von Céline Sciamma zu sehen sein. Sie schildert einen Sommer im Leben von drei fünfzehnjährigen Mädchen, die im Rahmen einer Synchronschwimmerstaffel ihr sexuelles Erwachen erleben. Einen deutschen Beitrag stellt Eric Friedler mit seinem dokumentarischen Thriller Das Schweigen der Quandts über die Machenschaften der gleichnamigen Industriellenfamilie während des „Dritten Reichs“ in Deutschland.

Auszeichnungen
Neben vielen anderen Preisen wird der Wolgin Award for Israeli Cinema in den Kategorien Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilm sowie bester Schauspieler und beste Schauspielerin vergeben. In der internationalen Konkurrenz ehrt der Spirit of Freedom Award Filme, die sich um die Themen Menschen- und Bürgerrechte, soziales Engagement sowie Rede- und Ausdrucksfreiheit verdient gemacht haben. Neu ist dieses Jahr der FIPRESCI Preis für das beste Erstlingswerk.
Einen Achievement Award für besondere Leistungen erhalten dieses Jahr der Regisseur Michael Winterbottom, der Produzent Mike Medavoy und der Schauspieler John Malkovich.

Weitere Informationen auf der Website des Festivals

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