In eigener Sache: critic.de braucht Hilfe

Wir stehen vor der Frage, wie es mit critic.de weitergehen kann – angesichts sinkender Einnahmen und steigender Ausgaben. Ein Aufruf.

L argent Robert Bresson

Wer einen Adblocker installiert hat, erhält auf critic.de schon seit ein paar Wochen einen Hinweis: Wir sind angewiesen auf die Werbeeinnahmen. Und die gehen leider zurück. Das hängt mit verschiedenen Faktoren zusammen, von denen der gravierendste die zunehmende Nutzung von Smartphones ist. Inzwischen kommen über die Hälfte der Zugriffe auf critic.de von mobilen Geräten. Das muss keine schlechte Entwicklung sein, das Problem dabei ist: Auf Smartphones lässt sich mit Werbung deutlich schwieriger Geld verdienen. Die Nutzung von Adblockern, die zum Teil in Browsern automatisch installiert sind und Werbung ausblenden, kommt erschwerend hinzu. Weil die Ausgaben für den Betrieb von critic.de nicht geringer werden und wir ohnehin schon auf das großzügige ehrenamtliche Engagement der allermeisten Beteiligten (einschließlich des Herausgebers) angewiesen sind, sind wir nun in einer Zwangslage: Es gibt keinen Gewinn, der schrumpft, sondern einen deutlichen Verlust. Hinzu kommt eine satte Rückzahlung an die VG Wort, die für die Autoren sicherlich angemessen und hilfreich ist, uns aber zusätzliche Sorge bereitet.

Bei der Online-Werbung geht es natürlich immer um einen Kompromiss zwischen Nutzerfreundlichkeit und, nun ja, Ertrag. Während man sie als Leser als störend empfinden mag, ist sie es derzeit, die uns die Freiheit ermöglicht, critic.de als unabhängiges Online-Magazin überhaupt zu betreiben. Und eines steht für uns fest: Keiner von uns möchte critic.de aufgeben. Nun haben wir in den letzten Jahren bereits viele Werbeformate ausprobiert und werden das in nächster Zeit im mobilen Bereich verstärken. Manche Anzeigen legen sich auch über die Inhalte und werden diesen vorgeschaltet. Wir bitten dafür um Verständnis. Auf gekaufte Texte (solche Angebote gab es) oder „native“ Werbung, auch bekannt als Advertorials, wollen wir dagegen auch in Zukunft verzichten. Einen guten, für alle vertretbaren Kompromiss zu finden gelingt uns nur leider immer weniger. Während wir uns bemühen, Strategien zu finden, um Ausgaben einzusparen und Einnahmen zu vergrößern, tappen wir zugleich ziemlich im Dunkeln, was Folgen und Erfolgschancen dieser Strategien angeht.

Gerade in dieser Phase der Krise wollen wir uns an Sie und Euch, unsere Leser, wenden, in der Hoffnung auf Unterstützung. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten – uns Geld zu überweisen ist nur eine davon. Der erste Schritt ist, critic.de selbst regelmäßig und ohne Adblocker zu nutzen. Das gilt nicht nur für unsere Kritiken, sondern natürlich auch für Trailer, TV-Tipps und unser neu gestaltetes Kinoprogramm mit der Umgebungssuche „Kino in meiner Nähe“. Ein zweiter wichtiger Schritt wäre es, uns weiterzuempfehlen, in sozialen Medien zu teilen, in eigenen Blogs und auf eigenen Seiten zu verlinken. Viele denken, critic.de sei groß und bekannt. Unserer Erfahrung nach gibt es aber neben unseren treuen Lesern mindestens genauso viele filminteressierte Menschen, die critic.de nicht auf dem Schirm haben, höchstens zufällig einmal drauf stoßen.

Ein dritter Schritt wäre es, uns finanziell zu unterstützen. Dabei können wir jede einmalige Spende wie auch regelmäßige Zuschüsse dringend gebrauchen. Alle Möglichkeiten dazu stehen hier. Und wer schließlich noch Erfahrung oder Ideen hat, wie das mit der werbefinanzierten Filmkritik im Internet klappen kann, bitte unbedingt bei uns melden: redaktion@critic.de.

Möchten auch Sie uns helfen, ist das ganz einfach:

Überweisen Sie uns, ob als einmalige oder regelmäßige Unterstützung, Ihre Spende zum Fortbestehen von critic.de an:

Frédéric Jaeger
IBAN: DE04760100850832936854
BIC: PBNKDEFF
Postbank Nürnberg

Verwendungszweck: critic.de macht weiter

Oder nutzen Sie ganz einfach Paypal.

Kommentare zu „In eigener Sache: critic.de braucht Hilfe“


Cine-Kaso

Ich benutze einen Ad-Blocker. Gerne bin ich aber bereit, critic.de per Überweisung o. ä. Zahlungsarten unterstützen. Bloß möchte ich dann auch nicht mehr den regelmäßigen Popup-Hinweis auf meine Ad-Blocker-Nutzung vor den Latz geknallt bekommen, jedesmal wenn ich auf die Website gehe. Abgesehen davon ist für mich als Filminteressierten und vor allem Kinogänger (in Worten: KINOgänger) Werbung für Battlefield 1 u. ä. Sch... ein Argument mehr, den Ad-Blocker auf keinen Fall auszuschalten.


Frédéric Jaeger

@Cine-Kaso: Völlig verständlich und Danke für den Hinweis- Kommt der Adblocker-Layer bei jedem Aufruf? Das sollte nämlich nicht so sein. Unser Problem ist, dass wir (bisher) keinen personalisierten Zugang zu critic.de haben, das heißt, wir wissen nicht, wer uns auf anderem Weg unterstützt hat. Wir recherchieren aber gerne, ob es dafür eine einfache Lösung gibt, zum Beispiel ein spezielles Cookie. Wenn ich mehr weiß, gebe ich Bescheid.


Cine-Kaso

Zur Häufigkeit des Adblocker-Layers: Ich rufe jeden Donnerstag das 7-Tage-Kinoprogramm für Ffm auf. Da erscheint er jedesmal und ich bin mir ziemlich sicher, dass er zwischendrin auch auftaucht.
Übrigens: ich habe die Links für das 3- und 7-Tage-Kinoprogramm in FF gebookmarkt. Seit Ihr das Layout geändert habt, ruft das 3T-Bookmark das 7T-Programm auf, und umgekehrt.


Frédéric Jaeger

@Cine-Kaso: Ich werde das checken. Soweit ich weiß ist der Hinweis auf 1x täglich eingestellt. Was den Link angeht: Habe den Fehler schon gemeldet. Der korrekte Link, auf den künftig hoffentlich weitergeleitet wird, ist nur mit /kinoprogramm/ am Ende. Es enthalten jetzt alle Seiten die 7-Tage-Ansicht.


Cine-Kaso

Hallo Frédéric, vielen Dank für deine rasche Antwort. Immer wieder überlege ich mir, ob ich den (katholischen) "Filmdienst" nicht für ca. 130 € / Jahr abonniere. Der Grund hierfür ist der Zugriff auf die Film(rezensions)-Datenbank Cinomat nur für Abonnenten. Ich tue es dann doch nicht, weil ich nicht noch mehr (ungelesenes) Papier in meiner Wohnung haben will. Was aber den Druck verschärft hat, ist dass seit einiger Zeit viele Rezensionen nur noch für Abonnenten zugänglich sind. Ich könnte mir also eine Art "Online-Abo" vorstellen. Wie viel dafür zu zahlen ich bereit wäre, verrate ich jetzt nicht. Die Filmdienst-Rezensionen finde ich deshalb interessant, weil sie wenig mainstream-nah sind und Filme öfter mal aus einem Blickwinkel jenseits des "Filmhandwerklichen" z.B. aus gesellschaftlicher Perspektive betrachten. Ähnliches gilt auch für die Rezensionen auf critic.de.


Cine-Kaso

Ach noch was: obwohl ich mich als "sehr filminteressiert" beschreiben würde, bin ich sehr spät auf Eure Website gestoßen. Warum das so ist, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass ich über eine sehr interessante Filmkritik auf euch aufmerksam geworden bin. Interessant deshalb weil die Kritik auf einen eigentlich wichtigen Aspekt hingewiesen hat, der in anderen Rezensionen nicht erwähnt wurde. Btw, in der Regel lese ich Rezensionen erst, nachdem ich einen Film gesehen habe.
Aus gegebenen Anlässen: Euch allen schöne Feiertage und ein wirklich erfolgreiches und gelingendes Neues Jahr 2017. Euer Kaso


Jan-Eike

Ihr bekommt jetzt einfach das Gleiche wie Cargo. So. Alles Gute & liebe Grüße!


Frédéric

Danke!


bullion

Werbefinanzierte Angebote abseits der großen Klickbuden sind schwierig. Leider. Speziell Display, Banner und Co. ziehen heute einfach nicht mehr. Nach Impression wird ja eh kaum noch gezahlt, sondern mindestens nach Klicks. Schwierig. Immer mehr im Kommen sind natürlich Advertorials bzw. Native Advertising, doch machen das Verleihe überhaupt, da Filmblogger ja gerne kostenlos Werbung für ein Presseticket machen.

Wie groß ist eure Community? Also die wirklichen Hardcore-Fans? Paypal oder andere Spenden sind eben sehr kurzfristig. Habt ihr schon einmal an Patreon (https://www.patreon.com/) gedacht? Das funktioniert bei Podcasts sehr gut und man kann feste monatliche Beträge vereinbaren (Abo-Modell). Da sehe ich die Zukunft für Seiten wie euch.


Frédéric

Danke, Wolf Otto Pfeiffer!
Danke, bullion.
Patreon kannten wir bisher nicht, haben uns aber gestern schon drei Leute empfohlen, werden wir uns in jedem Fall ansehen. Ich denke, dass wir in so einem Übergangsbereich sind, mit einer stattlichen Reichweite, die nur nicht (mehr) ausreicht für eine auch nur halbwegs okaye Werbefinanzierung der Infrastrukturkosten und der organisatorischen Arbeit. Insofern sind Abo-Modelle attraktiv. Kompliziert macht es natürlich unser Wunsch, gegen die Vernischisierung anzukämpfen ... und würden daher nur sehr ungern alles hinter Paywalls verstecken. Wir bleiben in jedem Fall dran!


ule

sagst doch bitte einmal was tatsächlich / ca. pro Monat benötigt wird und wie hoch das Delta ist. Dann bekomme ich ein bessere Gefühl dafür, wieviel fehlt und mit welchen Betrag man sinnvoll unterstützen kann


Frédéric Jaeger

Ule, gute Frage! Die ist gar nicht so leicht zu beantworten. Aber vielleicht schon mal so viel: Es hat sich ein Minus von einem knapp 5-stelligen Betrag angehäuft. Damit wir weitermachen können wie bisher (das heißt natürlich unter sehr prekären Umständen und überwiegend ehrenamtlich), bräuchte es zusätzlich nach aktuellem Stand etwa 500 Euro im Monat.


Ulf K.

Ich werde ab 10. Januar monatlich 30.- Euro zum Weitermachen beisteuern.

Und die Idee mit dem Angebot eines Online-Abos wüde ich ernsthaft prüfen.

Beste Grüße

Ulf Kadritzke


ule

@Frédéric : Danke für die Antwort. Ich hoffe sehr, dass sich hier ein paar Leser zusammenfinden, um die 500 pro Monat zusammen zu bringen. Bitte unbedingt eine Patronage einrichten bei "Patreon.com" . Sowie die steht, bitte bekanntmachen und wenn jeder etwas gibt, dann läuft das. Ich bin auf jeden Fall dabei.


Frédéric Jaeger

@Ulf K.: Das ist sehr großzügig. Danke sehr!
@Ule: Freut uns. Wir melden uns mit einem Update zu Abo-Optionen in Kürze. Die Modalitäten von Patreon auszuprobieren steht oben auf unserer Liste. Bin persönlich nur ein klein bisschen vorsichtig bei Drittplattformen, bei denen dann ggf. auch Datenschutz nicht unter unserer Kontrolle ist. Aber kann mir vorstellen, dass die Vorteile die Nachteile überwiegen!


ule

Patreon ist absolut ok, no worries. Ansonsten bitte online Abos , die ohne Werbung frei geschaltet werden. Ist aber technisch wiederum mit einem gewissen Aufwand verbunden.

übrigens . Habe gerade meine Untersützung mit 120 Euro überwiesen, wenn das jeder der von mir geschätzten 100-150 Dauernutzer von Critic .de machen würde (das sind alberne 10 Euro pro Monat) sollte das doch ausreichen oder ?

Mal im Ernst , es gibt für mich 2 gut zu lesende Portale ohne Zensur , insb auch was Kommentare betrifft. Das eine ist die deutsche Critic.de , das andere ist die kanadische Cinema Scope, deren Ausgaben ich auch im Online Abo kaufe. Revolver habe ich abbestellt, zu weit weg vom Tagesgeschehen, wenn auch super für die echten Filmschaffenden.

Good luck !


Denis

Hello,

was haltet ihr von https://flattr.com/ ?

Grüße
D

PS: Eure https Seite wird nicht korrekt angezeigt, als würde CSS fehlen. Absolute http-Pfade in https-Seite?






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