Hong Kong International Film Festival 2008

Am 17. März beginnt in Hong Kong das 32. Hong Kong International Film Festival. Bis zum 6. April werden mehr als 200 Filme aus über 40 Ländern gezeigt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf asiatischen, insbesondere jedoch chinesischen Produktionen. Aufgrund des politischen Sonderstatus’ des zu China gehörenden Hongkongs, ist es dem Festival auch möglich, Filme zu zeigen, die in der Volksrepublik der Zensur zum Opfer fielen.

Die seit 1977 bestehenden Filmfestspiele von Hongkong zählen neben den Festivals in Tokyo, Shanghai und Pusan zu den bedeutendsten Film-Ereignissen Asiens. Die in 35 Sektionen aufgeteilten Werke ziehen jährlich rund 220.000 Besucher an. In diesem Jahr wird es neben 20 Weltpremieren asiatischer Filme (darunter Run Papa Run von Sylvia Chang und City without Baseball von Lawrence Ah Mon) und internationalen Erfolgen wie Sicko, Shine A Light oder I’m Not There auch zahlreiche deutsche (Ko-)Produktionen zu sehen geben. Der kürzlich Oscar-prämierte Film Die Fälscher ist ebenso darunter wie Free Rainer, Gegenüber und Ulzhan.

Darüber hinaus bietet das Festival zahlreiche Specials und Retrospektiven. So werden die US-Independent-Regisseure Charles Burnett (sein Film Killer of Sheep galt auf der Berlinale 2007 als große Wiederentdeckung) und Gus van Sant sowie die Experimentalfilmerin Maya Deren mit eigenen Sektionen geehrt. Der 2007 verstorbenen Kino-Legende Ingmar Bergman ist eine Retrospektive gewidmet. Spezielle Sparten wird es auch für Edward Yang und Wakamatsu Koji (wie Burnett ebenfalls im diesjährigen Forum geehrt) sowie für das israelische und das tschechische Kino geben.

 

Zusätzliche Bedeutung besitzt das Festival durch die seit 2007 am Eröffnungsabend vergebenen Asian Film Awards. 2008 werden dabei in 12 Kategorien Preise verliehen. Ang Lees Gefahr und Begierde und Peter Chans The Warlords sind in diesem Jahr die am häufigsten nominierten Filme.
Ebenfalls parallel zum Festival findet vom 17.-20. März das Branchentreffen Filmart statt, ein internationaler Markt für den Handel mit Kino- und TV-Rechten.

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