Filmfestspiele von Venedig 2008: Wettbewerb

Mit Jerichow von Christian Petzold (Yella) ist in Venedig erstmals seit vier Jahren wieder ein deutscher Film im Wettbewerb um den Goldenen Löwen vertreten. Die Konkurrenz umfasst die neuesten Werke von Darren Aronofsky, Takeshi Kitano und Jonathan Demme.

Filmfestspiele von Venedig 2008

Im offiziellen Line-Up des Wettbewerbs von Venedig, das am heutigen Dienstag bekannt gegeben wurde, finden sich neben Christian Petzolds neuem Film mit Benno Fürmann und Nina Hoss noch namhafte Mitbewerber wie Takeshi Kitano, der schon 1997 für Hana-Bi den Goldenen Löwen mit nach Hause nehmen durfte, oder Oscar-Preisträger und Schweigen der Lämmer-Regisseur Jonathan Demme. Kitano rundet mit Achilles and the Tortoise ( Akires to kame) seine selbstreflexive Trilogie ab, die 2005 mit Takeshis' begann und letztes Jahr mit Kantoku - Banzai! fortgeführt wurde. Demme schickt seine Komödie Rachel Getting Married ins Rennen, in der die junge Kym (Anne Hathaway) zur Hochzeit ihrer Schwester nach zehn Jahren in verschiedenen Kliniken zu ihrer Familie zurückkehrt. Ebenfalls im Wettbewerb starten Darren Aronofskys (Requiem for a Dream, 2000; The Fountain, 2006) The Wrestler, in dem es ein Wiedersehen mit Mickey Rourke als Profi-Wrestler im Ruhestand geben wird, und Kathryn Bigelows (Strange Days, 1995) Irakkriegs-Drama Hurt Locker. Der mexikanische Drehbuchautor Guillermo Arriaga (Amores perros, 2000; Three Burials, 2005; Babel, 2006) präsentiert in Venedig sein Spielfilmdebüt The Burning Plain. Insgesamt sind in diesem Jahr fünf US-amerikanische Filme vertreten, ganze vier italienische und drei japanische Produktionen.

Die Juryleitung der Filmfestspiele von Venedig, die vom 27. August bis zum 6. September in der Lagunenstadt in ihre 65. Runde gehen, wird von Wim Wenders übernommen, der 2004 mit Land of Plenty den letzten deutschen Wettbewerbsbeitrag gestellt hatte. Eröffnet wird das Festival mit der Agentenkomödie Burn After Reading mit Brad Pitt, George Clooney, John Malkovich, Tilda Swinton und Frances McDormand unter der Regie der Coen-Brüder, den diesjährigen Oscar-Gewinnern der Kategorie „Bester Film“ für No Country for Old Men.

Alle Filme im Wettbewerb um den Goldenen Löwen:

- The Wrestler - Regie: Darren Aronofsky (USA)

- The Burning Plain - Regie: Guillermo Arriaga (USA)

- Il papà di Giovanna - Regie: Pupi Avati (Italien)

- BirdWatchers - Regie: Marco Bechis (Italien)

- L’Autre - Regie: Patrick Mario Bernard, Pierre Trividic (Frankreich)

- Hurt Locker - Regie: Kathryn Bigelow (USA)

- Il seme della discordia - Regie: Pappi Corsicato (Italien)

- Rachel Getting Married - Regie: Jonathan Demme (USA)

- Teza - Regie: Haile Gerima (Äthiopien, Deutschland, Frankreich)

- Paper Soldier (Bumažnyj soldat) - Regie: Aleksey German Jr. (Russland)

- Süt - Regie: Semih Kaplanoglu (Türkei, Frankreich, Deutschland)

- Achilles and the Tortoise (Akires to kame) - Regie: Takeshi Kitano (Japan)

- Ponyo on Cliff by the Sea (Gake no ue no Ponyo) - Regie: Hayao Miyazaki (Japan)

- Vegas: Based on a True Story - Regie: Amir Naderi (USA)

- The Sky Crawlers - Regie: Mamoru Oshii (Japan)

- Un giorno perfetto - Regie: Ferzan Özpetek (Italien)

- Jerichow - Regie: Christian Petzold (Deutschland)

- Inju, la Bête dans l’ombre - Regie: Barbet Schroeder (Frankreich)

- Nuit de chien - Regie: Werner Schroeter (Frankreich, Deutschland, Portugal)

- Inland (Gabbla) - Regie: Tariq Teguia (Algerien, Frankreich)

- Plastic City (Dangkou) - Regie: YU Lik-wai (Brasilien, China, Hong Kong/China, Japan)

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