Filmfestival von Venedig 2008: Goldener Löwe für Darren Aronofsky

Mit seinem Drama über einen gealterten Wrestler konnte der amerikanische Regisseur Darren Aronofsky (Pi, 1998; Requiem for a Dream, 2000; The Fountain, 2006) die Jury überzeugen und erhielt die höchste Auszeichnung der 65. Filmfestspiele von Venedig.

Paper Soldier

Mit der Verleihung der Löwen ist heute das Filmfestival von Venedig zu Ende gegangen. Die Jury unter Präsidentschaft von Regisseur Wim Wenders überreichte dabei dem deutschen Regisseur Werner Schroeter einen Spezial-Löwen für sein Lebenswerk. Bei der diesjährigen Filmfestspielen war er im Wettbewerb mit der französischsprachigen Produktion Diese Nacht (Nuit de chien) vertreten. Der Regisseur, der zum ersten Mal einen Film im Wettbewerb von Venedig präsentierte, ist mehrfacher Preisträger des Deutschen Filmpreises, Gewinner des Goldenen Bären in Berlin für seinen Film Palermo oder Wolfsburg (1978) und wurde zweifach mit seinen Filmen Tag der Idioten (1981) und Malina (1991) in den Wettbewerb von Cannes eingeladen. Christian Petzold, der für seinen Film Jerichow ebenfalls für den Goldenen Löwen nominiert war, geht leer aus.

Der russische Regisseur Alesksey German Jr. wurde 2008 zum dritten Mal in Folge (und damit für alle seine bisherigen Filme) an den Lido eingeladen. Für Paper Soldier (Bumažnyj Soldat) nahm er heute den Silbernen Löwen für die beste Regie in Empfang. Sein Film erzählt das Drama eines russischen Arztes vor dem Hintergrund des ersten Weltraumflugs in den 60er Jahren. Ebenfalls für Paper Soldier ausgezeichnet wurden Alisher Khamidhodjaev and Maxim Drozdov mit dem Preis für die beste Kamera.

Den Spezialpreis der Jury sowie den Preis für das beste Drehbuch bekam der Film Teza des äthiopischen Regissieurs Haile Gerima. Die äthiopisch-deutsch-französische Koproduktion schildert die Geschichte eines jungen Mannes, der nach seinem Studium in Deutschland in sein politisch zerrissenes Heimtland zurückkehrt.

Alle Gewinner:


Bester Film:

  • The Westler, Regie: Darren Aronofsky, USA

Beste Regie:

  • Alesksey German Jr. für Paper Soldier (Bumažnyj Soldat), Russland

Spezialpreis der Jury:

  • Teza, Regie: Haile Gerima, Äthiopien, Deutschland, Frankreich

Bester Schauspieler (Coppa Volpi):

  • Silvio Orlando, Il papà di Giovanna, Regie: Pupi Avati, Italien

Beste Schauspielerin (Coppa Volpi):

  • Dominique Blanc, L'autre, Regie: Patric Mario Bernard und Pierre Trividic, Frankreich

Marcello Mastroianni Preis für beste/n junge/n Schauspieler/in:

  • Jennifer Lawrence, The Burning Plan, Regie: Guillermo Arriaga, USA

Beste Kamera (Osella):

  • Alisher Khamidhodjaev and Maxim Drozdov, Paper Soldier (Bumažnyj Soldat), Aleksey German Jr., Russland

Bestes Drehbuch (Osella):

  • Haile Gerima, Teza, Regie: Haile Gerima, Äthiopien, Deutschland, Frankreich

Spezial-Löwe für das Lebenswerk:

  • Werner Schroeter

Preis für ein Debütfilm („Preis Luigi de Laurentiis“):

  • Pranzo Di Ferragosto, Gianni Di Gregorio, Italien

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