Filmfestival Locarno 2013

So eben wurde das diesjährige Programm für Locarno bekannt gegeben. Und es kann sich sehen lassen.

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Nachdem Leiter Olivier Père im letzten Jahr das Festival für eine Anstellung beim Fernsehsender Arte verließ, übernahm der italienische Filmkritiker Carlo Chartrian seinen Posten. Das so eben veröffentlichte Programm ist sein Debüt und muss Vergleiche mit den führenden Festivals in Cannes und Venedig nicht scheuen. Im Wettbewerb, in dem 20 Filme um den Pardo d'oro konkurrieren, finden sich etwa so illustre Namen wie Albert Serra (Story of My Death), Kiyoshi Kurosawa (Real), Emmanuel Mouret (Une autre vie), Hong Sang-soo (Our Sunhi), Corneliu Porumboiu (When Evening Falls on Bucharest or Metabolism) und Shinji Aoyama (Tomogui). Außerdem ist der neueste Film von den Amer-Regisseuren Hélène Cattet und Bruno Forzani zu sehen sowie der deutsche Wettbewerbsbeitrag Feuchtgebiete von David Wnendt.

Auch in den Nebensektionen trifft man nicht nur auf den Nachwuchs, sondern auch auf zahlreiche alte Bekannte. So wird die neueste Ausgabe des Jeonju Digital Project gezeigt, ein neuer Film von Raya Martin, Werner Herzogs Fortsetzung zu seiner Fernsehminiserie Death Row und eine Zusammenarbeit der beiden experimentellen Filmemacher Ben Rivers und Ben Russell. Geschichtsbewusst zeigt sich das Festival mit Retrospektiven zum Werk des Hollywood-Regisseurs George Cukor und des georgischen Eigenbrötlers Otar Iosseliani. Unter den ausgewählten Wiederaufführugen befindet sich zudem eine vom Österreichischen Filmmuseum neu restaurierte, analoge (!) 35mm-Kopie von Lav Diaz' Batang West Side.

Das gesamte Programm findet sich hier

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