Fantasy Filmfest 2014

Vom 27. August bis zum 21. September flackert wieder Genrekino aus aller Welt über ausgewählte deutsche Kinoleinwände.

Fantasy Filmfest 2014

Es ist wieder soweit. Wie jedes Jahr im Frühherbst zieht ein Festival durch deutsche Großstädte, auf dem man sich fürchten, ekeln oder auch einfach nur amüsieren kann. Veranstaltungen wie das Fantasy Filmfest braucht es schon deshalb, weil sie eine Alternative bieten. Eine Alternative zu all jenen Festivals, die dem Genrekino überwiegend den Rücken zukehren. Wobei sich auch das Fantasy Filmfest während seiner dreißigjährigen Geschichte deutlich gewandelt hat. Längst ist das klassische Horrorkino hier nicht mehr so dominant, wie es einmal der Fall war. Das Programm ist über die Jahre nicht nur umfangreicher geworden, sondern auch vielfältiger. Mit seinem breiten Spektrum an verschiedenen Genres, Produktionsstandards und -ländern wird heute ein Publikum angesprochen, das sehr viel größer ist als die eingeschworene Fangemeinde von einst. Mittlerweile kommt es sogar immer wieder zu Überschneidungen mit den großen Festivals, von denen man sich ursprünglich so entschieden abgegrenzt hat. Wirft man einen Blick ins aktuelle Programm, trifft man etwa auf die schwarze Actionkomödie A Hard Day, die direkt aus Cannes kommt, oder die Giallo-Fantasie The Strange Colour of Your Body's Tears, die letztes Jahr sogar im Wettbewerb von Locarno lief.

Für die Zuschauer ist das Fantasy Filmfest vor allem interessant, weil man hier Filme sehen kann, die in Deutschland entweder gar nicht erscheinen oder auf die sie zumindest noch ein wenig warten müssen. Leider konzentrierte man sich in den letzten Jahren vor allem auf Zweiteres, wodurch das Programm oft hinter seinen Möglichkeiten blieb. Denn so weit der Bogen von derbem Videothekenfutter bis zu ambitionierten Arthouse-Filmen gespannt ist, scheint sich das Festival bei seiner Programmierung doch in erster Linie daran zu orientieren, was als Nächstes auf DVD erscheint. Gründe, das Fantasy Filmfest zu besuchen, gibt es aber trotzdem noch genug, sei es, um Filme wie den in letzter Zeit ausgiebig gehypten Under the Skin einmal auf großer Leinwand zu sehen oder um an den Rändern des Programms auf Entdeckungstour zu gehen. So gibt es wie in den letzten Jahren erfreulicherweise wieder einen Schwerpunkt, der auf asiatischem Genrekino liegt – ein Kino, das es in Deutschland bekanntlich schwer hat. Einen Besuch lohnen aber auch Filme wie Jim Mickles durch und durch amerikanischer Indie-Thriller Cold in July oder David Robert Mitchells ebenso kluger wie beklemmender Teenie-Horrorfilm It Follows, bei denen tatsächlich noch unklar ist, ob man sie hierzulande noch einmal zu sehen bekommt.

Trailer und Kritiken zu den Filmen gibt es hier

Das gesamte Programm findet man auf der Webseite des Festivals

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