Europäischer Filmpreis
Florian Henckel von Donnersmarcks Preise-Abräumer Das Leben der Anderen setzt seinen Siegeszug fort. Nach mehreren Deutschen und Bayerischen Filmpreisen sowie Auszeichnungen in Locarno und London wurde das Stasi-Drama bei der Verleihung des Europäischen Filmpreises Samstagabend in Warschau zum Besten Film gekürt. Ulrich Mühe ehrte man für sein Portrait des Stasi-Observierers Wiesler mit dem Preis für den Besten Hauptdarsteller, außerdem gewann Henckel von Donnersmarck den Preis für das Beste Drehbuch. In der Kategorie „Bester Film“ stach Das Leben der Anderen somit Konkurrenten wie Breakfast on Pluto von Neil Jordan, den diesjährigen Berlinalegewinner Esmas Geheimnis (Grbavica, 2005) von Jasmila Zbanic oder Pedro Almodóvars Volver aus. Letzterer gehörte dennoch zu den Gewinnern des Abends. Der spanische Erfolgsfilm gewann in fünf Kategorien: Beste Hauptdarstellerin (Penelope Cruz), Bester Regisseur (Almodóvar), Beste Filmmusik (Alberto Iglesias), Beste Kamera (José Luis Alcaine) sowie den über das Internet ermittelten Publikumspreis. Der Filmkritikerpreis „Prix Fipresci“ ging an Regular Lovers (Les amants réguliers) von Philippe Garrel. „Europäische Entdeckung 2006“ darf sich 13 Tzameti von Gela Babluani nennen. Des weiteren nahm Philip Gröning den Prix Arte für den Besten Dokumentarfilm für Die große Stille entgegen.
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