Down Under Berlin 2016

Vom 14. bis zum 18. September zeigt das australisch-neuseeländische Festival wieder, dass der fünfte Kontinent nicht nur als Star-Exporteur für Hollywood interessant ist.

Sleeping Dogs

Denkt man an die großen Namen des australischen und neuseeländischen Kinos, fallen einem vor allem Schauspieler ein, die im Ausland arbeiten. Ob es nun Cate Blanchett ist, Hugh Jackman, Nicole Kidman oder Sam Neill, sie alle haben ihrer Heimat weitgehend den Rücken gekehrt, um dem Ruf Hollywoods zu folgen. Bei Regisseuren wie Philip Noyce, Andrew Dominik oder Baz Luhrmann verhält es sich nicht anders. Das Festival Down Under Berlin hat es sich dagegen zur Aufgabe gemacht, sich auf die Filmindustrie des fünften Kontinents zu konzentrieren. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem kleinere, unabhängig produzierte Filme, die angesichts der kompakten Filmauswahl ein breites Spektrum an Genres und Stilen abdecken.

Spear 01

So präsentiert die sechste Ausgabe des Festivals – die vom 14. bis zum 18. September im Kino Moviemento stattfindet – neben mehreren Kurzfilmprogrammen sowohl visuell ambitioniertes dokumentarisches Kino wie The Ground We Won als auch den Thriller Concealed oder, als historisches Screening, Roger Donaldsons 1977er Regiedebüt Sleeping Dogs. Den Eröffnungs- und den Abschlussfilm des Festivals werden wir im Rahmen unserer langjährigen Medienpartnerschaft mit Down Under Berlin ausführlicher vorstellen. Michael Kienzl hat sich den ambitionierten Tanzfilm Spear angesehen, der mit der Ausdruckskraft des menschlichen Körpers von der inneren Zerrissenheit eines indigenen Jugendlichen erzählt. Und Till Kadritzke bespricht Taika Waititis (5 Zimmer Küche Sarg) Abenteuerkomödie Hunt for the Wilderpeople. Für Waititi wird es vermutlich der vorerst letzte Film sein, den er in seiner neuseeländischen Heimat gedreht hat. Gerade erst hat er in Hollywood den neuen Thor-Film fertiggestellt.

Das gesamte Programm gibt es hier: http://downunderberlin.de/

Hier geht es zu unserer Kritik von Spear

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