Down Under Berlin 2015

Vom 16. bis zum 20. September widmet sich ein Festival im Berliner Moviemento dem Kino des fünften Kontinents.

Wyrmwood-001

Seit fünf Jahren widmet sich Down Under Berlin – eines der kleinen, sehr spezialisierten Filmfestivals, die in der Stadt Platz finden – dem aktuellen Filmschaffen aus Neuseeland und Australien. Ein Blick in das 40 Lang- und Kurzfilme umfassende Programm verrät, dass das Festival zwar einen geografischen Fokus hat, aber, was Genres angeht, nach allen Seiten offen ist. Da trifft man etwa auf einen Horrorfilm wie Wyrmwood, der davon erzählt, wie sich ein Mechaniker im Outback gegen Horden von Zombies zur Wehr setzen muss. Beim Publikum ist der Film so gut angekommen, dass bereits eine Fortsetzung in Planung ist.

Wake in Fright 2 01

Ein historisches Screening knüpft an das Thema des Outbacks als menschenfeindliches Niemandsland an. In Ted Kotcheffs Wake in Fright (1971) geht es um einen idealistischen Lehrer, der über Weihnachten in einem rauen Wüstenkaff festsitzt, in dem die dunkelsten Seiten der menschlichen Natur zum Vorschein kommen. Neben seiner beklemmenden Stimmung ist der Film vor allem wegen einer äußerst brutalen Jagdszene berüchtigt, bei der zahlreiche Kängurus ihr Leben lassen müssen. Lange war Wake in Fright nicht einmal in seinem Entstehungsland verfügbar. In Berlin wird eine 2009 restaurierte digitale Fassung zu sehen sein.

The Dead Lands

Dass Australien entgegen seiner strikten Einwanderungspolitik eigentlich ein Land der Migranten ist, zeigt der Dokumentarfilm Once My Mother. Die Regisseurin Sophia Turkiewicz vollzieht darin den Weg ihrer Mutter von einem sibirischen Gulag bis in die neue Heimat nach. Den Ureinwohnern widmet sich dagegen der Abenteuerfilm The Dead Lands, in dem ein junger Maori einen Rachefeldzug gegen die Mörder seines Stammes unternimmt. Hierzulande ist der Film zwar schon vor Kurzem auf DVD erschienen, feiert bei Down Under aber seine deutsche Kinopremiere.

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