Berlinale 2011: Auftakt

Was ist jetzt passiert?

Die Berlinale eröffnet mit einem Film, der in den USA schon kalter Kaffee ist. Die Entscheidung der Festivalleitung, auf das Sundance-Problem zu reagieren und ausgewählte Filme, die dort im Januar liefen, auch in Berlin zu zeigen, ist nachvollziehbar. Aber Wochen nach dem regulären US-Start ein Film zu Eröffnung des Wettbewerbs? Zumindest steht das im harschen Kontrast zum Premieren-Wahnsinn, den die Verantwortlichen sonst ausrufen.

Grundsätzlich sollte ein Festival doch vor allem auf die Qualität der Filme achten und darüber hinaus insbesondere solche zeigen, die vor Ort sonst schwer oder nur deutlich verspätet zu sehen sein würden. Auf True Grit trifft leider keines dieser Kriterien zu. In zwei Wochen wird sich jeder Kinogänger in Deutschland davon überzeugen können, dass die Coen-Brüder keinen Zugang zum Western-Genre gefunden haben.

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