Bayerischer Filmpreis 2006
Gestern wurde im Münchner Prinzregententheater der Bayerische Filmpreis, der „Pierrot“, vergeben. Die Bayerische Regierung ehrt damit alljährlich herausragende Leistungen für den deutschen Film. Den Preis für den besten Film des Jahres gewann Wer früher stirbt, ist länger tot von Marcus H. Rosenmüller. Der Filmemacher, dessen neuestes Werk Schwere Jungs soeben im Kino angelaufen ist, wurde für die Sommerkomödie außerdem mit dem Preis als bester Nachwuchsregisseur ausgezeichnet. Allein vier Trophäen gewann Chris Kraus’ Vier Minuten. Monica Bleibtreu als beste Hauptdarstellerin und Hannah Herzsprung als beste Nachwuchsdarstellerin sowie das Drehbuch konnten den Pierrot für sich beanspruchen, ebenso wie Kordes & Kordes Film, die für das Drama mit dem Nachwuchsproduzentenpreis geehrt wurden. Als bester Regisseur wurde Tom Tykwer für seine Romanverfilmung Das Parfum ausgezeichnet. Bester Hauptdarsteller wurde Jürgen Vogel für Emmas Glück, zweite beste Hauptdarstellerin Katharina Thalbach für Strajk – die Heldin von Danzig. Letzterer bekam auch den Preis für die beste Bildgestaltung. Weitere „bayerische Oscars“ gingen an Sönke Wortmanns Deutschland – Ein Sommermärchen (Publikumspreis), Gregor Schnitzlers Pausewang-Verfilmung Die Wolke (bester Jugendfilm), Joseph Vilsmaiers Der letzte Zug (Spezialpreis der Jury) und an den kontroversen Dokumentarfilm Havanna – Die neue Kunst, Ruinen zu bauen von Florian Borchmeyer. Mit dem Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten wurde Autor, Regisseur und Schauspieler Michael Verhoeven ausgezeichnet.
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