Around the World in 14 Films 2012

Zum siebten Mal findet vom 30.11. – 08.12.2011 im Berliner Kino Babylon Mitte das bemerkenswerte Festival „Around the World in 14 Films“ statt, das es sich zum Ziel gesetzt hat, manch klaffende Lücke in der deutschen Kinokultur zu schließen.

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In den titelgebenden 14 Filmen (plus einer Handvoll Special Screenings außerhalb der Zählung) wird dort vor allem jenen Tendenzen des Weltkinos ein Platz zugewiesen, die bisher zwischen Multiplexen und Arthouse-Programmkinos keinen Platz gefunden haben.

Als Eröffnungsfilm des Festivals wurde mit Benh Zeitlins Beasts of the Southern Wild ein veritabler Arthouse-Hit gewählt, der zwar bis dato recht kontrovers aufgenommen wurde, der aber immerhin auch bei seiner Deutschlandpremiere im Rahmen des Fantasy Filmfest den Publikumspreis gewinnen konnte. Das Spektrum des restlichen Programms ist vielfältig und interessant und reicht von sehnlichst erwarteten Vorführungen der neuen Werke etablierter Auteurs wie Carlos Reygadas (Post Tenebras Lux, Mexiko), Pablo Larraín (No, Chile) oder Cristian Mungiu (Beyond the Hills, Rumänien) bis hin zu Entdeckungen neuer, spannender Filmemacher. Der alljährlich obligatorische Film mit extremer Überlänge (207 Minuten!) kommt in diesem Jahrgang mit Sergey Lobans vielversprechender absurder Komödie Chapiteau-Show aus Russland, und am 8. Dezember geht Around the World in 14 Films mit dem Special Screening von Die Lebenden, dem neuen Film der überaus begabten Barbara Albert (Böse Zellen) zu Ende.

Ein wenig schade ist es, dass das bis zum letzten Jahrgang noch nahezu alle Vorstellungen begleitende Kurzfilmprogramm in diesem Jahr erstmals ausfällt. Die Präsentationsweise, die dem Festival seinen besonderen Charakter gibt – die Vorstellung eines jeden Films durch einen prominenten Paten aus dem weiteren Umfeld des deutschen Kinos – bleibt jedoch erhalten, und in diesem Jahr reicht das relativ breite Spektrum dort vom wohl unvermeidlichen Wim Wenders über RP Kahl bis zu Daniel Brühl.

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