64. Filmfestspiele von Venedig

64. Filmfestspiele von Venedig

In Italien schlossen gestern zum 64. Mal die Filmfestspiele von Venedig. Bei der traditionellen Preisvergabe triumphierte diesmal Ang Lee, dessen Gefahr und Begierde (Lust, Caution/ Se, jie) mit dem Goldenen Löwen für den besten Film ausgezeichnet wurde. Der Spionagethriller, dessen Handlung zur Zeit des Zweiten Weltkrieges in Shanghai spielt, bekam außerdem den Preis für die beste Kameraarbeit (Rodrigo Pietro). Lee hatte den Hauptpreis des Festivals bereits vor zwei Jahren mit Brokeback Mountain (2005) gewonnen. Brian De Palma durfte diesmal den Silbernen Löwen als bester Regisseur für seinen Film Redacted entgegen nehmen. In dem Irakkrieg-kritischen Dokudrama thematisiert der Filmemacher die Vorgänge des Mahmudijah Massakers, das sich im März vergangenen Jahres zugetragen hat. Der Preis der Jury ging zu gleichen Teilen an den französischen La graine et le mulet von Abdellatif Kechiche und den amerikanischen I’m not there von Todd Haynes. Für ihre Rolle in letzterem als Bob Dylan (!) wurde auch Cate Blanchett als beste Hauptdarstellerin mit dem „Coppa Volpi“ ausgezeichnet. Brad Pitt ehrte man als besten Darsteller für The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford von Andrew Dominik. Den Ehrenlöwen für sein Gesamtwerk durfte der russische Autorenfilmer, Schauspieler und Oscar-Gewinner Nikita Mikhalkov entgegen nehmen. Bernardo Bertolucci bekam den Goldenen Ehrenlöwen für sein Lebenswerk. Eine Gesamtliste der diesjährigen Gewinner findet sich hier.

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