56. Internationales Filmfestival Mannheim-Heidelberg

„Die Direktheit dieses Films erweckte eine Art von widerwilliger Bewunderung.“ So lautet die Begründung der Jury des Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg, aber allzu widerwillig scheinen die Mitglieder den Hauptpreis des am Sonntag zu Ende gegangenen 56. Jahrgangs nicht vergeben zu haben. Der Film Mirush und sein Vater (Blodsbånd) des norwegischen Regisseurs Marius Holst handelt von der Suche eines kosovarischen Jungen nach seinem Vater.
Der Rainer-Werner-Fassbinder-Preis, der laut Festival-Selbstdarstellung eine „unkonventionelle Erzählstruktur“ würdigt, ging nach Russland: In Mit kaltem Herzen (Kremen) von Aleksej Mizgirev geht es um die Erlebnisse eines jungen Mannes im von Korruption durchdrungenen Moskauer Polizeiapparat. Den Spezialpreis der Internationalen Jury erhielt der polnische Film Gezauberte Wirklichkeit (Sztuczki) des Regisseurs Andrzej Jakimowski, der aus der Sicht von zwei Geschwistern vom Leben in einer Provinzstadt erzählt.
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