43. Internationales Filmfestival Karlovy Vary

Am 4. Juli eröffnet das 43. Internationale Filmfestival Karlovy Vary im tschechischen Karlsbad mit der Komödie What Just Happened von Barry Levinson. Dessen Hauptdarsteller Robert De Niro, mit dem er 1997 mit Wag the Dog schon einmal eine Satire über die Scheinwelt Hollywoods gedreht hatte, wird vor Ort den Kristallglobus für seine außergewöhnliche künstlerische Leistung fürs Weltkino entgegennehmen. Den Preis des Festivalpräsidenten erhalten in diesem Jahr die Schauspieler Danny Glover und Christopher Lee.
Es werden in Karlsbad 235 Spiel- und Dokumentarfilme zu sehen sein, von denen 56 ihre europäische, internationale oder Weltpremiere feiern. Neben Wettbewerben um den besten Spiel- und Dokumentarfilm stehen auch einige Retrospektiven auf dem Programm. Darunter Werkschauen von Arturo Ripstein, Nicolas Roeg und Les Blank. Ins Rennen um den Kristallglobus in der Kategorie Spielfilm starten 14 internationale Filme. Den deutschen Beitrag stellt Tom Schreiber mit Dr. Alemán. August Diehl spielt darin einen jungen Mediziner, der während seinem Praxisjahr im kolumbianischen Cali ein Leben voller Aufregung und Gefahr jenseits der deutschen Vorstadtpraxen kennen lernt. Zu Schreibers Mitstreitern um den Kristallglobus gehört auch Robert Redfords Tochter Amy mit ihrem Beitrag The Guitar.
Der Wettbewerb um die beste Dokumentation wird in den beiden Kategorien Dokumentarfilm in Spielfilmlänge und Filme unter dreißig Minuten Laufzeit ausgetragen. In letzterer ist Cosmic Station der deutschen Regisseurin Bettina Timm zu sehen, in dem sie das Leben von sechs Menschen beleuchtet, die völlig isoliert von der Außenwelt in einer Forschungsstation für kosmische Strahlung auf der Spitze eines armenischen Berges leben.
Die dritte Wettbewerbssektion, East of the West, zeigt eine Auswahl an Filmen aus Zentral- und Osteuropa, von den baltischen Ländern über die Balkanhalbinsel bis nach Russland und Kasachstan. Als tschechischer Beitrag wird dort Of Parents and Children (O rodičích a dětech) von Vladimír Michálek zu sehen sein, eine Familienkomödie vor der Kulisse der urbanen Landschaft Prags. Den Abschlussfilm stellt Phyllida Lloyd mit der Musicalverfilmung Mamma Mia!, in der Merryl Streep drei mögliche Väter zur Auswahl hat, um ihre Tochter zum Traualtar zu führen.



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