33. Toronto International Filmfestival 2008
Caroline Link zelebriert in Toronto die Weltpremiere von Im Winter ein Jahr, nachdem bereits 2001 ihr letzter Film Nirgendwo in Afrika erfolgreich in Nordamerika lief.

Am 4. September startet das diesjährige Toronto International Filmfestival (TIFF) mit einem Geschichtsepos des kanadischen Regisseurs Paul Gross, der nach einer TV-Karriere nun seinen zweiten Kinofilm Passchendaele präsentiert. Der erzählt eine Liebesgeschichte, die vor der Kulisse des ersten Weltkrieges stattfindet. Ganz dem kanadischen Nationalstolz verpflichtet, soll Passchendaele ein Gedenken an die in der zweiten Flandernschlacht gefallenen Soldaten bilden. Auch den Schluss des Festivalprogramms gestaltet ein patriotisch geprägter Film: der kanadisch-britische Stone of Destiny von Charles Martin Smith.
Ebenfalls Teil der „Gala Presentations“ ist der neue Film von Caroline Link Im Winter ein Jahr, der in Toronto seine Weltpremiere feiert. Basierend auf dem bisher scheinbar unveröffentlichten Roman Aftermath von Scott Campbell inszeniert die Oscarpreistägerin das Drama eines Familen-Traumas, das durch den Verlust des einzigen Sohnes verursacht wurde.
Der neue Film der Coen-Brüder Burn after Reading feiert nach den Filmfestspielen in Venedig nun auch in Nordamerika seine Premiere. Mit Geheimagenten, Staatsaffären und Erpressungen kehren die Coen-Brüder zum Komödien-Genre zurück.
Im Bereich der „Special Presentations“ ist Deutschland mit vier (Ko-)Produktionen vertreten. Der israelische Regisseur Amos Gitai stellt seinen deutsch-französisch koproduzierten Film Plus tard, tu comprendras vor. Ausgehend von den verdrängten Erinnerungen an den Holocaust der von Jeanne Moreau verkörperten Protagonistin, zeichnet der Film eine Suche nach der Wahrheit ihrer Familiengeschichte. Ebenfalls vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs ist die Handlung von Eine Frau in Berlin von Max Färberböck angesiedelt.
Das bunte Filmprogramm bietet außerdem in Sektionen wie „Canada First!“ und „Discovery“ einen Fokus auf die Arbeiten junger Regisseure. Im Bereich der „Midnight Madness“ zeigt das Festival Filme aus den für Filmfestivals eher untypischen Genres wie „Chiller“ oder „Rockumentary“.



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