32. Toronto International Film Festival

In Kanada ist Festivalzeit. Nach dem im vergangenen Monat das „World Film Festival“ in Montreal Filminteressierte nach Kanada lockte, öffnet heute das 32. Toronto International Film Festival nur knapp 500 Kilometer weiter südwestlich seine Pforten. Eröffnet wird das Festival mit Jeremy Podeswas Fugitive Pieces. Im Gegensatz zu seinem nationalen Kollegen ist das TIFF allerdings wettbewerbslos, was der Programmvielfalt aber keinen Abbruch tut: 349 Filme aus 55 Ländern warten auf die Besucher, darunter 19 Filmbeiträge aus Deutschland. Neben Fatih Akin (Auf der Anderen Seite) präsentieren Volker Schlöndorff (Ulzhan), Robert Thalheim (Am Ende kommen Touristen) und viele andere ihre aktuellen Arbeiten. Der Österreicher Hans Weingartner feiert gar Premiere mit seinem neuen Film Free Rainer, einer deutsch-österreichischen Produktion. Daneben werden alte und neue Arbeiten vieler international bekannter Regisseure gezeigt: darunter Martin Scorsese (Alice lebt hier nicht mehr, Alice Doesn´t Live Here Anymore, 1974), Eric Rohmer (Romance of Astrea and Celadon, Les Amours d´Astrée et de Céladon, 2007) oder Ang Lee (Gefahr und Begierde, Lust, Caution/ Se, jie, 2007). Die Bandbreite der insgesamt 19 Sektionen des Festivals reicht vom zeitgenössischen Weltkino bis zum animierten Kurzfilm. Neu ist in diesem Jahr, dass sich Interessierte eine Auswahl der Filme aus der Sektion „Short Cuts Canada“ online ansehen können. Das Festival läuft bis zum 15. September, den Abschluss bildet Emotional Arithmetic von Paolo Barzman.
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