29. Internationales Filmfestival Moskau
Gestern ging in Russland mit dem 29. Internationalen Filmfestival Moskau eines der traditionsreichsten Filmfeste überhaupt zu Ende. Es findet statt – wenn auch in unregelmäßigen Abständen in Zeiten der Sowjetunion - seit 1935, als damals mit Filmpionier Sergej Eisenstein der erste Jurypräsident dem Festival vorsaß. Seit der Jahrtausendwende nimmt diese Aufgabe der russische Regisseur Nikita Michalkow (Urga, 1991, Die Sonne, die uns täuscht, 1994) wahr. Im Rahmen des Festivals werden seit 1989 regelmäßig Preise an die besten Werke aus dem jährlichen Filmprogramm vergeben. Hauptpreis ist der „Goldene St. Georg“, der - trotz internationaler Beteiligung - in diesem Jahr an die russische Produktion Travelling with pets von Vera Storozheva ging. Den Spezialpreis der Jury gewann Russian Triangle des georgischen Regisseurs Aleko Tsabadze. Altmeister Guiseppe Tornatore (Cinema Paradiso, Nuovo cinema Paradiso, 1988) ehrte man als besten Regisseur für seinen ersten Film seit sechs Jahren, The Unknown Woman (La sconociuta, 2006). Bester Schauspieler wurde der Franzose Fabrice Luchini für seine Rolle in der Dramaturgen-Biographie Molière. Die Norwegerin Kristi Stubø wurde als beste Hauptdarstellerin für die deutsch-ungarisch-us-amerikanische Koproduktion Opium, die zeitgleich auch auf dem Filmfest München präsentiert wurde, ausgezeichnet. Publikumspreise gingen des weiteren ebenfalls an Molière von Laurent Tirard sowie Tornatores The Unknown Woman. Eine komplette Liste der Preisträger gibt es hier.
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