25. Viareggio European Film Festival 2008

Viareggio Plakat

Ganz so neu ist der „Neue Deutsche Film“ ja nicht mehr. Aber neben verschiedenen Klassikern der siebziger Jahre findet auch der „ganz neue“ deutsche Film seinen Weg zum Viareggio European Film Festival.

Das italienische Festival (Viareggio 15.-19.4., Rom 21.-25.4.) steht – „nomen est omen“ – ganz im Zeichen des europäischen Kinos. Seit 2007 werden dabei jedoch nicht mehr gleichzeitig Werke aus einer Vielzahl europäischer Länder gezeigt, sondern jeweils ein Land als alleiniger Fokus präsentiert. Nachdem im letzten Jahr dem spanischen Film alle Aufmerksamkeit galt, rückt nun bei der 25. Auflage des Festivals der deutsche Film ins Scheinwerferlicht.

Inmitten der gesellschaftlichen Verarbeitung der historischen Ereignisse von 1968 ist es kein Wunder, dass genau 40 Jahre nach den sozialen Unruhen in Deutschland gerade der politisch engagierte Film dieser Epoche eine Renaissance erfährt. Anlässlich der Beschäftigung mit den filmischen Widerspiegelungen der 68er-Zeit haben sich so große Namen wie Edgar Reitz, Alexander Kluge, Volker Schlöndorff, Margarethe von Trotta und Mario Adorf in Viareggio angekündigt.

Abseits der Vorführungen von Heimat-Fragmenten (Reitz, 1984-2006), Die Blechtrommel (Schlöndorff, 1979) und Aguirre, der Zorn Gottes (Herzog, 1972) wird aber auch ein Blick auf das aktuelle deutsche Filmschaffen geworfen. So laufen unter anderem Trade – Willkommen in Amerika, Für den unbekannten Hund, Ulzhan, Stellungswechsel und Nacht vor Augen auf dem Festival. Eine Verknüpfung zwischen den beiden Zeiten stellt die aktuelle Dokumentation Gegenschuss – Aufbruch der Filmemacher dar, in der die Köpfe des „Neuen Deutschen Films“ portraitiert werden.

Begleitend zum Festival werden historische Plakate von deutschen Filmen ausgestellt.

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