10. Udine Far East Film Festival 2008

Udine Far East Festival

Menschen verschlucken absichtlich Angelhaken, verschlingen Tintenfische bei lebendigem Leibe oder schneiden die Genitalien ihrer Liebespartner ab. Das asiatische Kino sprüht nur so vor grotesken Einfällen und schockierenden Bildern. Die Besucher des Udine Far East Film Festival sollten also auf einiges gefasst sein. 

60 Filme aus elf asiatischen Nationen sind vertreten bei der zehnten Ausgabe des Udine Far East Film Festival 2008 (18-26. April), das sich – anders als die meisten Asien-Filmfestivals in Europa – vor allem dem kommerziellen Kino aus Fernost widmet. In diesem Jahr dominieren japanische (13) und südkoreanische (10) Produktionen das Programm.

Für J-Horror-Fans dürften vor allem Hideo Nakatas (Ringu, Dark Water) neue Filme, Kaidan und L: Change the WorLd, interessant sein, zumal Nakata persönlich anwesend sein wird.

Auch Freunde des Kultregisseurs Takashi Miike können sich freuen, da Crows: Episode 0 auf dem Spielplan des italienischen Festivals steht. Vom Newcomer Miki Satoshi werden gleich drei Filme gezeigt: Die Horror-Parodie Deathfix: Die and Let Live, In the Pool – eine Komödie aus der Urologie, und die Literatur-Verfilmung Adrift in Tokyo.

Eine Retrospektive befasst sich mit den Filmen Shin Sang-oks, der regelmäßig als südkoreanischer Orson Welles bezeichnet wird und 1978 von Diktator Kim Jong-Il gekidnappt wurde, um Nordkoreas Filmkultur zu beleben.

Aus Hongkong, das mit neun Filmen in Udine antritt, kommt Johnnie To angereist, um seinen bereits auf der Berlinale 2008 vertretenen Film Sparrow zu präsentieren.

Kondition und Furchtlosigkeit sind beim „Horror Day“ am 23. April gefragt, wenn nacheinander sieben Schocker das Publikum in ihren Bann ziehen sollen.

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