Cosmos

Der Blick schafft das Rätsel

Abseits

 

Ränder, ins Zentrum gerückt: Eine subjektive Auswahl an Artikeln und Filmen jenseits von Kinostarts und Marktlogik.

Der Weibsteufel

1966 – Papas Kino bebt (6): Die Halbstarken-Regisseur Georg Tressler kehrt der Moderne den Rücken und widmet sich dem kargen, harten Leben hoch in den Bergen, wo 1900 und 1966 noch nah beieinander liegen – trotz Sieghardt Rupp als Grenzsoldat mit gegeltem Haar. Filmkritik 

In Frankfurt sind die Nächte heiß

1966 – Papas Kino bebt (3): Vom Schlager-Paradies ins Rotlichtmilieu. Mit einem ausgeprägten Sinn fürs Grobe inszeniert Rolf Olsen einen wilden Krimi, der den Zuhältern und Huren gehört. Filmkritik 

Kosmos und Albtraum

Mit Kidlat Tahimik kommt ein Pionier des unabhängigen philippinischen Kinos nach Berlin. Vom 1. bis zum 20. März präsentiert das Arsenal nicht nur sein Gesamtwerk, sondern auch einige selten gezeigte Meisterwerke aus seiner Heimat.   News 

Creepy

Das Grauen breitet sich bei Kiyoshi Kurosawa auf dem Nährboden der sozialen Entfremdung aus. Mit einer fulminanten Rückkehr zum Horrorgenre widmet sich der japanische Regisseur den Feinheiten des Unheimlichen. Filmkritik 

Lantouri

Von Wut und Wucht: Der Iraner Reza Dormishian bringt mit seinem extrem intensiven, moralisch komplexen Schuld-und-Sühne-Thriller das Publikum zum Schweigen. Filmkritik 

Europe, She Loves

Transnationale Tristesse: Der Schweizer Regisseur Jan Gassmann spannt eine Leinwand über den europäischen Kontinent, die er an seinen Rändern befestigt. Filmkritik 

Much Ado About Nothing

Was du letzte Nacht getan oder nicht getan hast: Alejandro Fernández Almendras begleitet einen jungen Chilenen durch einen Partyabend und seine juristischen Folgen – und stellt durch seine narrative Reduktion die entscheidenden Fragen. Filmkritik 

A Dragon Arrives!

Mani Haghighi verirrt sich in der Wüste des kryptischen Surrealismus, verrät dabei aber möglicherweise etwas über das iranische Zensursystem. Filmkritik 

A Quiet Passion

„This is my letter to the world that never wrote me”: Terence Davies hat ein im besten Sinne ernstes Biopic über Emily Dickinson gedreht – in dem sogar Platz ist für feurig-komische Screwballdialoge. Filmkritik 

Soy Nero

Rafi Pitts stilisiert die Geschichte eines US-Soldaten ohne amerikanischen Pass zu einem Abgesang auf die Verheißungen der Wohlstandsgesellschaft. Filmkritik